Premier League Lob für Ballack, Lehmann patzt

Michael Ballack stand nach dem Remis bei Manchester United am vergangenen Sonntag in der Kritik. Seinem Siegtreffer für den FC Chelsea gestern gegen die Bolton Wanderers folgte nun viel Lob. Weniger gut läuft es derzeit bei Jens Lehmann.


Hamburg - Chelseas Trainer José Mourinho lobte den Mittelfeldspieler nach dem 1:0-Erfolg. "Ich bin nicht nur glücklich über das Siegtor von Ballack, sondern auch über seine Gesamtleistung. Er kommt immer besser zurecht. Er war sehr stark in der Ballbehauptung, er hat gut verteidigt und über das ganze Spielfeld Druck ausgeübt", sagte der Portugiese. Lob für den Deutschen gab es heute auch von der Zeitung "Daily Telegraph": "Ballack ist ein Diamant für Chelsea", schrieb das Blatt.

Trainer Mourinho (l.), Mittelfeldspieler Ballack (r.): "Er kommt immer besser zurecht"
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Trainer Mourinho (l.), Mittelfeldspieler Ballack (r.): "Er kommt immer besser zurecht"

Dass der Abstand von Chelsea auf Spitzenreiter "ManU", das 3:0 gegen den FC Everton siegte, gleichgeblieben ist, störte Mourinho nicht: "Ich kann mir vorstellen, dass United angesichts des derzeitigen guten Laufes frustriert darüber sein muss, nur einen Vorsprung von drei Punkten zu haben. Wir hatten zwei schwierige Auswärtsspiele, es hätten gut acht Punkt sein können. Ich denke, dass wir bald wieder an der Spitze stehen." Möglicherweise verzichtet Chelsea bei der geplanten Aufholjagd in der Rückrunde aber auf die Dienste von Andrej Schewtschenko. Die "Gazzetta dello Sport" spekulierte heute, dass der AC Mailand seinen ehemaligen Stürmer ausleihen will. Der Ukrainer war vor der Saison für die Ablösesumme von 50 Millionen Euro von Milan zu Chelsea gewechselt.

Keinen Grund zur Freude hat unterdessen Jens Lehmann. Mit dem FC Arsenal unterlag er dem FC Fulham 1:2. Dabei machte der deutsche Nationaltorhüter beim ersten Gegentor eine unglückliche Figur. Der Kopfball von Brian McBride rutschte dem 37-Jährigen durch die Finger. Bereits vor einer Woche hatte Lehmann in einer ähnlichen Situation gegen die Wanderers einen Gegentreffer hinnehmen müssen. Die "Gunners" liegen mittlerweile 16 Punkte hinter Manchester United zurück und haben kaum noch Chancen auf den Titel.

mt/sid/dpa



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