Premier League Mourinho verliert erstmals als Spurs-Trainer - Liverpool stellt Vereinsrekord auf

José Mourinhos Rückkehr nach Old Trafford endete mit einer Niederlage für Tottenham. Gegen Manchester United riss eine kleine Serie. Beim FC Chelsea kam es zu einem doppelten Wiedersehen.

José Mourinho (l.) war nicht glücklich
REUTERS/Andrew Yates

José Mourinho (l.) war nicht glücklich


Manchester United - Tottenham Hotspur 2:1 (1:1)

José Mourinho hat nach drei Siegen in Folge zum ersten Mal ein Spiel als Tottenham-Trainer verloren. Gegen Mourinhos Ex-Klub Manchester United unterlag Tottenham 1:2 (1:1). Für den Sieg sorgte insbesondere Manchesters Marcus Rashford.

United gelang bereits nach sechs Minuten die Führung. Rashford dribbelte links in den Strafraum und traf mit einem Flachschuss ins linke Toreck (6.). Torwart Paulo Gazzaniga, Ersatzmann des verletzten Hugo Lloris, schien von der Härte des Abschlusses überrumpelt. United blieb das spielbestimmende Team, hatte mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse. Dennoch gelang Tottenham kurz vor der Pause der Ausgleich. Nach einer Parade von David de Gea nahm Dele Alli den Ball trickreich an, ließ mit der Bewegung zwei Abwehrspieler stehen und traf aus kurzer Distanz zum 1:1 (39.).

Auch die zweite Hälfte begann mit einem schnellen Tor. Moussa Sissoko brachte Rashford im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Paul Tierney entschied auf Strafstoß. Den verwandelte Rashford zum 2:1 (49.). Es blieb das Bild der ersten 45 Minuten: United spielte besser, Tottenham kam kaum in die Offensive. So gewann United nach wettbewerbsübergreifend drei Spielen ohne Sieg wieder eine Partie. Gut für Trainer Ole Gunnar Soslkjaer, der Trainer hatte zuletzt in der Kritik gestanden. United steht auf Rang sechs acht Punkte hinter den Rängen, die für die Champions League qualifizieren. Tottenham ist Achter, den Spurs fehlen neun Punkte auf Platz vier.

FC Liverpool - FC Everton 5:2 (4:2)

Der FC Liverpool hat einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Durch das 5:2 (4:2) gegen den FC Everton sind die Reds seit 32 Ligaspielen unbesiegt, es ist die längste Serie ohne Niederlage in der Klubgeschichte. Dabei half der Lieblingsgegner: Everton hat in der Premier League seit 18 Spielen nicht gegen Liverpool gewonnen.

Die Vorzeichen schienen sich schnell auf das Spiel zu übertragen: Nach einem Steilpass von Sadio Mané schoss Divock Origi den Ball zur Führung ins Tor (6.). Kurz darauf steckte erneut Mané den Ball durch die Abwehr und Xherdan Shaqiri traf aus wenigen Metern zum 2:0 (17.). Evertons Michael Keane gelang zwar vier Minuten später der Anschluss (21.), Liverpools Spiel brachte das aber nicht aus dem Rhythmus. Origi nahm einen Flugball an den Strafraum mit der Fußspitze an und hob den Ball zum 3:1 über Torwart Jordan Pickford (32.). Es war bereits Origis fünftes Tor in einem Stadtderby gegen Everton. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Richarlison mit einem Flugkopfball auf 2:4 (45.+3).

Wer auf eine ähnlich torreiche zweite Hälfte hoffte, wurde enttäuscht. In der Schlussphase gelang Georginio Wijnaldum aber noch der fünfte Treffer für die Reds (90.). Durch den Sieg hält Liverpool als Tabellenführer seinen Vorsprung von acht Punkten auf Verfolger Leicester City, das 2:0 gegen den FC Watford gewann. Für Liverpool-Trainer Jürgen Klopp war es der 100. Sieg in der Premier League im 159. Spiel, nur José Mourinho hatte 100 Siege in weniger Spielen erreicht (142).

FC Chelsea - Aston Villa 2:1 (1:1)

Zum ersten Mal seit seinem Wechsel zu Aston Villa 2017 kehrte Chelsea-Legende John Terry in einem Premier League-Spiel zurück an die Stamford Bridge. Terry, mittlerweile Co-Trainer von Villa, musste allerdings eine Niederlage seiner Mannschaft in London mit ansehen. Tammy Abraham traf per Kopfball zum 1:0 für Chelsea (24.). In der vergangenen Saison war der Stürmer noch an Aston Villa ausgeliehen, in der zweiten englischen Liga hatte er 25 Tore für Terrys Team erzielt.

Kurz kam bei den Gästen Hoffnung auf, als Trézéguet zum Ausgleich traf. Nach einer Flanke köpfte er sich den Ball auf den Fuß und stolperte ihn ins Tor (41.). Wenige Minuten nach der Pause ging Chelsea aber wieder in Führung. Eine Flanke legte Abraham mit der Brust zurück und Mason Mount schoss den Ball per Volley zum 2:1 ins Tor (48.). Durch den Sieg bleibt Chelsea als Vierter weiter auf Champions-League-Kurs.

ptz



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aggro_aggro 05.12.2019
1. Meister
Wenn man sich den Vorsprung ansieht, dann muss man Liverpool als sicheren Meister betrachten. Klopp ist schon jetzt eine Legende, bleibt er noch ein paar Jahre Trainer in Liverpool, wird er GOAT.
toll_er 05.12.2019
2. ich warte
32 Ligaspiele unbesiegt. Tabellenführer mit 8 Punkten Vorsprung auf den Zweiten. Und ich warte auf diejenigen, die wieder nörgeln, dass Herr Klopp eigentlich nur Glück hat. Die Saison ist noch lange nicht zu Ende, das ist klar. Aber vor dem, was Herr Klopp bisher in Liverpool geleistet hat, kann man nur den Hut ziehen. Wenn er die Meisterschaft in dieser Saison schafft, Und ich drücke alle Daumen, dann ist ihm einer der oberen Plätze im Fußballolymp mehr als sicher.
kajoter 05.12.2019
3.
Momentan scheinen die Spieler, die nicht zur A-Aufstellung gehören, mehr Dynamik und eine bessere Form zu besitzen als die A-Spieler - mit Ausnahme von Mane, der gestern ein fantastisches Spiel machte. Und dass Origi meistens nicht in der Startelf steht, verdeutlicht die Stärke des Kaders. Seine gestrigen Tore waren phänomenal. Allmählich steuert der LFC tatsächlich auf die Meisterschaft zu.
swandue 05.12.2019
4.
Ich finde es auch erwähnenswert, dass Leicester City, der Sensationsmeister von vor dreieinhalb Jahren, auf Platz 2 steht. Weit hinter Liverpool, aber auch schon weit vor dem 5. der Tabelle, noch weiter vor Manchester United, Tottenham oder Arsenal, also unterwegs in die Champions League.
golfstrom1 05.12.2019
5. Premier League
Es ist toll die Spiele der englischen PremierLeague zu schauen. Das Tempo und die Intensivität ist in vielen Spielen deutlich höher als in der Bundesliga. Es gibt mehr Torraumszenen, weil die Teams insgesamt etwas offensiver agieren und mit offensichtlich mehr Risiko spielen. Was Liverpool angeht, war das gestrige Spiel der lebendige Beweis, dass zumindest für viele Spiele der PremierLeague auch der zweite Anzug durchaus gut sitzt. Eigentlich wirkte auf mich nur Lovren deutlich schwächer als der Stammspieler Matip. Origi, Shaquiri und auch Lallana haben aus meiner Perspektive durchaus gut gespielt. Aber der Unterschiedspieler Liverpools ist derzeit nicht Van Dijk, Salah oder Firminho sondern immer wieder Sane. Was der derzeit spielt ist absolute Weltklasse. Vor allem der Pass vor dem ersten Tor war überragend, auch seine Ballmitnahme unmittelbar davor. Er spielt technisch stark, sehr teamorientiert, beweglich, kreativ und enorm torgefährlich. Eigentlich hätte er gestern noch zwei Treffer mehr erzielen müssen. Eine weitere extrem starke Waffe Liverpools sind die beiden Außenverteidiger, die mit ihrer Beweglichkeit und Geschwindigkeit die Spiele gut verlagern und für viel Drang sorgen.
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