Rangnicks United und Tuchels Chelsea mit Remis Ronaldo trifft und trifft – und verpasst die Champions League wohl trotzdem

19 Jahre in Folge war Cristiano Ronaldo Stammgast in der Champions League. Nach Manchester Uniteds Remis gegen den FC Chelsea sieht es danach aus, als sei diese Saison seine vorerst letzte in der Königsklasse gewesen.
Cristiano Ronaldo ist in Topform, seine Teamkollegen sind es nicht

Cristiano Ronaldo ist in Topform, seine Teamkollegen sind es nicht

Foto: Alex Livesey / Getty Images

Das deutsche Trainerduell in der Premier League ist ohne Sieger geblieben: Ralf Rangnicks Manchester United und Thomas Tuchels FC Chelsea haben sich in Manchester 1:1 (0:0) getrennt. Marcos Alonso hatte die Blues in Führung gebracht (60.), Cristiano Ronaldo nur zwei Minuten später für United ausgeglichen.

Für beide Klubs war das Unentschieden eigentlich zu wenig: Für Chelsea, weil die Londoner die deutlich bessere Mannschaft waren und nach 90 Minuten mehr als dreimal so viele Abschlüsse wie der Gegner verzeichneten – Reece James scheiterte in der Schlussphase am Pfosten (80.). Und für United, weil die Chancen auf einen der ersten vier Plätze in der Tabelle und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League nur noch theoretischer Natur sind.

Zwar beträgt der Rückstand auf Tottenham Hotspur nur noch drei, der auf den FC Arsenal nur noch fünf Punkte – die Klubs aus Nordlondon haben jedoch je zwei Spiele weniger absolviert als der Rekordmeister, der selbst nur noch maximal neun Punkte holen kann.

Am Superstar liegt die schwache United-Ausbeute nicht: Cristiano Ronaldo erzielte gegen Chelsea seinen achten Treffer in den letzten fünf Premier-League-Einsätzen. Ronaldo, mit 140 Treffern Rekordtorschütze des Wettbewerbs, würde die Champions League erstmals seit der Saison 2002/2003 verpassen – damals spielte der Portugiese als Teenager in Lissabon bei Sporting.

Bei United hat Ronaldo einen Vertrag bis zur Saison 2023 mit der Option auf ein weiteres Jahr. In der kommenden Spielzeit soll ein neuer Trainer den Klub zurück zu alten Erfolgen führen: Der Niederländer Erik ten Hag kommt von Ajax Amsterdam und beerbt Interimscoach Rangnick.

cev/dpa