Premier League Tottenham steht sich gegen Leicester selbst im Weg – United gewinnt 6:2

Tottenham verliert den Anschluss an Tabellenführer Liverpool. Die Spurs leisteten freundliche Unterstützung bei den Toren von Leicester. Manchester United beeindruckte gegen Leeds.
Tottenhams Stürmer Harry Kane am Boden: Wieder verlieren die Spurs

Tottenhams Stürmer Harry Kane am Boden: Wieder verlieren die Spurs

Foto: Frank Augstein / imago images/PA Images

Tottenham Hotspur verliert den Anschluss an die Tabellenspitze. Die Spurs unterlagen Leicester City in der Premier League 0:2 (0:1). Jamie Vardy erzielte die Führung durch einen von Serge Aurier ungeschickt verursachten Foulelfmeter (45.+4 Minute), der zweite Treffer fiel durch ein Eigentor von Tottenhams Toby Alderweireld (59.). Zum erst zweiten Mal kassierten die Spurs in der Premier League ein Elfmeter- und ein Eigentor im selben Spiel.

Tottenham hat damit seit drei Spielen in Folge nicht mehr gewonnen. Nach dem 1:1 gegen Crystal Palace am zwölften Spieltag führte Tottenham die Premier League noch an. Nach Niederlagen gegen Liverpool am vergangenen Mittwoch und nun gegen Leicester liegen die Spurs nun aber sechs Punkte hinter Tabellenführer Liverpool (31 Punkte) auf dem fünften Platz. Leicester ist Tabellenzweiter (27).

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Das Spiel begann auf einem überschaubaren Niveau. Leicester schien etwas mehr um den Ballbesitz bemüht, drang aber kaum einmal in den Strafraum der Spurs vor, die zunächst auf Kontermöglichkeiten warteten. Beide Mannschaften standen defensiv sicher. Die größte Möglichkeit hatte Tottenhams Stürmer Harry Kane, als er einen Kopfball aus wenigen Metern knapp über das Tor setzte (41.).

Mourinho verpasst fast den Elfmeter

Lange verlief das Spiel sehr ruhig, beide Teams schienen sich auf ein 0:0 zur Pause einzustellen. Tottenhams Trainer José Mourinho war offenbar schon auf dem Weg in Richtung Kabine. Doch dann rempelte Aurier Leicesters Wesley Fofana ungeschickt auf der Strafraumlinie um. Mourinho stand vor dem Eingang ins Stadioninnere und sah von dort aus, wie Schiedsrichter Craig Pawson nach Ansicht der Fernsehbilder auf Elfmeter entschied. Den verwandelte Vardy mit einem Schuss in die Mitte zur Führung (45.+4). Erstmals in der laufenden Saison gingen die Spurs mit einem Rückstand in die Halbzeit.

Kurz nach Wiederanpfiff traf Leicester zum vermeintlichen 2:0. Mithilfe des Videoassistenten erkannte Schiedsrichter Pawson aber eine Abseitsstellung von James Maddison, sein Treffer zählte nicht (48.). Dann legte Leicester aber doch noch nach: Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Vardy den Ball ins Zentrum, dort konnte Verteidiger Alderweireld nicht schnell genug ausweichen und lenkte den Ball mit dem Oberschenkel ins eigene Tor (59.).

Tottenham musste reagieren, kam nun öfter in Ballbesitz, erspielte sich aber auch mit den frischen Angreifern Gareth Bale und Lucas Moura nur selten gute Möglichkeiten. Die größte Chance zum Anschluss hatte Son Heung-min nach einem Freistoß Bales. Torwart Kasper Schmeichel parierte den Schuss aus kurzer Distanz (71.).

Tottenham rutschte auch auf den fünften Platz ab, weil Manchester United sein Spiel gegen Leeds United gewann. 6:2 (4:1) schlug Manchester den Aufsteiger. Scott McTominay schoss in den ersten drei Minuten zwei Tore (2./3.), dann trafen Bruno Fernandes (20./70., Elfmeter), Victor Lindelöf (37.) und Daniel James (66.). Die beiden Tore für Leeds schossen Liam Cooper (41.) und Stuart Dallas (73.). Leeds-Trainer Marcelo Bielsa hatte zuvor seit 1992 kein Spiel mehr mit sechs Gegentoren verloren.

»Es hätte auch 12:4 ausgehen können. Es war so eine Art von Spiel«, sagte Manchesters Trainer Ole Gunnar Solskjær nach dem Sieg seines Teams. United hat sechs seiner vergangenen sieben Ligaspiele gewonnen und ist nun Dritter der Premier League (26 Punkte).

ptz