Einnahmen steigen um 170 Prozent Premier League schließt Milliarden-Deal mit US-Sender ab

Die amerikanische NBC hat sich für weitere sechs Jahre die Rechte an der englischen Liga gesichert. Die neue Vereinbarung stellt alle bisherigen TV-Verträge mit ausländischen Fußball-Ligen in den USA in den Schatten.
Fans in den USA können sich auch weiter auf Spiele mit Uniteds Cristiano Ronaldo (r.) freuen

Fans in den USA können sich auch weiter auf Spiele mit Uniteds Cristiano Ronaldo (r.) freuen

Foto:

Clive Brunskill / Getty Images

Die Premier League hat ihren TV-Vertrag mit dem US-Sender NBC verlängert. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Englands höchste Fußballliga ihre Einnahmen damit um mehr als 170 Prozent gesteigert.

Für den Vertrag über sechs Jahre bekommt die Liga laut US-Nachrichtenagentur AP und der »New York Times« mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro). Der vorhergehende Sechsjahresvertrag war demnach eine Milliarde US-Dollar wert.

NBC verkündete die Einigung mit der Premier League am Donnerstag (Ortszeit), machte zu den finanziellen Rahmenbedingungen aber keine Angaben. Der neue Vertrag läuft bis einschließlich der Saison 2027/2028 und umfasst alle 380 Spiele jeder Saison.

NBC überträgt bereits seit 2013 die Begegnungen der Premier League, für den letzten Deal hatte die Senderkette 1,1 Milliarden Dollar (ca. 970 Millionen Euro) gezahlt.

Spanien und Deutschland weit abgeschlagen

Die neue Vereinbarung stellt alle bisherigen TV-Verträge mit ausländischen Fußball-Ligen in den USA in den Schatten. Im Mai hatte ESPN für die Rechte an der spanischen Liga 1,4 Milliarden Dollar gezahlt, verteilt auf acht Jahre entspricht dies etwa 175 Millionen pro Saison. Der Premier-League-Deal bringt dagegen etwa 450 Millionen Dollar pro Spielzeit.

Die Bundesliga wird in den USA seit der Saison 2020/21 auf dem Sender ESPN+ übertragen. Der Vertrag zwischen der Deutsche Fußball Liga (DFL) und dem zur Walt Disney Company gehörigen US-Sender läuft für sechs Spielzeiten. Nach Informationen von Sponsors.de zahlt ESPN für die Übertragungsrechte circa 35 Millionen Euro pro Saison.

sak/sid/dpa
Mehr lesen über