Preußen Münster gegen Rot-Weiss Essen 30 Verletzte nach Ausschreitungen bei Regionalligaspiel

»Das war eine Jagd auf Preußen-Fans«: Im Anschluss an die Regionalligapartie von Preußen Münster gegen Rot-Weiss Essen gab es heftige Krawalle. Auch mehrere Ordner wurden verletzt.
Bengalos aus dem Essener Fanblock

Bengalos aus dem Essener Fanblock

Foto: Maik Hölter/TEAM2sportphoto / imago images/Team 2

Nach dem Regionalliga-Spiel des SC Preußen Münster gegen Rot-Weiss Essen sind bei Fan-Ausschreitungen 30 Menschen verletzt worden. Zu den Verletzten zählten auch mehrere eingesetzte Ordner, teilte die Polizei mit – einer von ihnen sei schwer verletzt worden. Auch sei ein Rentner von einer Treppe gestoßen und schwer verletzt worden. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und Sachbeschädigung ermittelt.

Nach Angaben der Polizei waren 800 Fans von Rot-Weiss Essen zu dem Fußball-Spiel in Münster am Dienstagabend angereist. Nach dem Ende der Partie, die Essen durch ein spätes Tor mit 3:2 (0:2) gewann, seien Essener Ultras dann aus dem Gästeblock in Richtung von Fans der Heimmannschaft gestürmt.

Preußen Münster nahm noch am Abend zu den Vorfällen auf seiner Facebook-Seite Stellung: »Richtig unschöne Szenen ereigneten sich nach dem Spiel, als gegnerische Fans eine Sicherheitszone durchbrachen und die Gegengerade stürmten. Es gab in der Folge einige Verletzte und nach aktuellen Erkenntnissen zahlreiche Festnahmen auf Essener Seite. Bei aller Rivalität, die den Fußball zu so etwas Besonderem macht, gehören solche Szenen in kein Stadion!«

Der Medienbeauftragte des Vereins sprach auf der Pressekonferenz von einer »Jagd auf Preußen-Fans. Das wird ein langer Abend für die Polizei. Das ist ein enttäuschender Abschluss für dieses Derby.«

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Nach Auseinandersetzungen im Stadion hätten Ultra-Gruppen beider Lager die Sportstätte nach Polizeiangaben schließlich verlassen – dann seien sie aber erneut aufeinander getroffen.

Polizisten setzten den Angaben zufolge auch Pfefferspray ein, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. »Die Fanlager wurden getrennt, die Essener Problemfans zu ihren Bussen gebracht und in Begleitung über die Autobahn nach Essen eskortiert«, hieß in der Mitteilung.

Wegen Abbrennens von Pyrotechnik in beiden Fanlagern wurde aufgrund der Eintragung im Spielbericht des Schiedsrichters Timo Gansloweit (Dortmund) bereits ein Verfahren gegen beide Vereine beim Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) eingeleitet.

ara/dpa
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