Primera División Real Madrid ist spanischer Meister

Am letzten Spieltag hat Real Madrid den Titel in der spanischen Liga perfekt gemacht. Es ist die erste Meisterschaft für Zinédine Zidane als Trainer. Barcelona reichte ein hart umkämpfter Sieg nicht.

Cristiano Ronaldo
REUTERS

Cristiano Ronaldo


Vier Jahre in Folge hatte Real Madrid zuletzt die spanische Meisterschaft verpasst. Jetzt ist es wieder so weit: Das Team von Trainer Zinédine Zidane hat sich am letzten Spieltag der Primera División durch ein 2:0 (1:0) beim FC Málaga den Titel gesichert. Im Fernduell verteidigten die Madrilenen (93 Punkte) ihren Vorsprung auf den FC Barcelona (90), der zu Hause gegen SD Eibar trotz eines 0:2-Rückstands 4:2 (0:1) gewann.

Für Zidane genauso wie für den deutschen Nationalspieler Toni Kroos war es die erste Meisterschaft mit Real. Seit 2012, als Madrid die Meisterschaft das zuvor letzte Mal gewonnen hatte, hatte dreimal Barcelona (2013, 2015 und 2016) und einmal Atlético (2014) den Titel geholt.

FC Málaga - Real Madrid 0:2 (0:1)

Nur einen Punkt brauchte Real noch, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Aber schon früh zeigten die Madrilenen, dass sie sich damit nicht begnügen wollten: Nach 98 Sekunden schob Cristiano Ronaldo zum 1:0 ein. Zuvor war er von Isco freigespielt worden und hatte Málagas Torwart Carlos Kameni umkurvt.

Ronaldo hätte in der 34. Minute seinen zweiten Treffer erzielen können, scheiterte diesmal aber aus kurzer Distanz an Kameni. Sandro Ramírez hatte zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Seinen gefährlichen Freistoß parierte Keylor Navas sehenswert (21.), wenig später setzte Ramírez einen Abschluss nach einer kurz ausgeführten Ecke knapp daneben (39.).

Kurz nach der Pause war der Kampf um die Meisterschaft dann praktisch entschieden: In Folge einer Ecke von Toni Kroos und einem ersten vergeblichen Versuch von Sergio Ramos traf Karim Benzema zum 2:0 - er stand zuvor allerdings knapp im Abseits (55.). Es blieb bei dem knappen, aber souveränen Erfolg.

Für Real ist die Saison mit dem Titelgewinn noch nicht beendet: Am 3. Juni haben die Madrilenen die Chance, im Endspiel gegen Juventus die Champions-League-Trophäe zu verteidigen. Auch die Italiener haben gerade die Meisterschaft gewonnen.

FC Barcelona - SD Eibar 4:2 (0:1)

Der Gastgeber brauchte einen Sieg, lag aber nach sieben Minuten zurück. Der ehemalige Frankfurter und Bochumer Takashi Inui traf nach einer Flanke aus dem Halbfeld mit einem Dropkick an die Unterkante der Latte, von dort ging der Ball ins Tor (7.).

Luis Suárez vergab zwei große Gelegenheiten zum Ausgleich: Erst schoss er freistehend daneben (8.), dann scheiterte er ebenfalls aus guter Position an Eibar-Torwart Yoel Rodríguez (36.). Beinahe kassierte Barcelona noch vor der Pause den zweiten Gegentreffer. Aber Rubén Peña setzte einen Nachschuss neben das Tor (45.).

Barcelona kontrollierte in der zweiten Hälfte die Partie, Inui erzielte sein zweites Traumtor: wieder mit links, wieder per Direktabnahme, wieder an die Unterkante der Latte (61.). Aber ein Eigentor von David Juncà brachte Barcelona zwei Minuten später wieder heran, Lionel Messi sorgte mit einem verwandelten Elfmeter für die Führung (75.). Zuvor hatte der Argentinier bereits einen Strafstoß verschossen (70.). Auch Andrés Iniesta (50./52.), Messi (56.) und Neymar (67.) hatten schon beste Chancen vergeben. Messi erhöhte in der Nachspielzeit mit seinem 37. Saisontor noch auf 4:2.

Dennoch reichte es letztlich zum knappen Sieg - aber nicht zur Meisterschaft. Auch Barça hat allerdings noch die Chance auf einen Titel: Am Samstag trifft das Team im letzten Spiel von Luis Enrique als Barcelona-Trainer im Finale des spanischen Pokals auf CD Alavés.

aev

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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
VirusXX 21.05.2017
1. Hala Madrid
Hala Madrid y nadie mas........
zgembozabuslic 21.05.2017
2.
Zidane ist nicht der erfahrenste Trainer, aber er hat es geschafft aus Superstars und Superegos teamdienliche Arbeiter zu formen. Sehr ruhig und freundlich, trotzdem unantastbare Autorität. Das hat sein Kollege beim Barcelona nicht geschafft, obwohl er insgesamt erwas besseren Kader hat (meine Meinung). Freut mich für Zizou und Toni Kroos..
luan86 22.05.2017
3. Campeones!!!
Herzlichen Glückwunsch an eine herausragende Saison ! Wohl wenige haben einem Zidane als Trainer diese Performance zugetraut, nicht wenige in Madrid haben dieses Experiment kritisch gesehen. Dieser Titel zeigt meiner Meinung nach, dass es nicht eine bestimmte Philosophie braucht um im mordernen Fußball erfolgreich zu sein. Vor 3-4 Jahren wurde noch, ob eines katalanischen Scharlatans, auch in diesem "Blatt", darüber ausschweifend berichtet, was für Wunderdinge dieser, doch in einem recht simplen Spiel, der Welt beigebracht hatte. Spätestens diese Saison von Real Madrid führt dieses neo- und pseudointellektulle Getue über Fußball ad absurdum. Es gewinnt eine eingeschworene Mannschaft Titel, welche mit simpelsten Mitteln Spiel für Spiel gewinnt. Dabei entscheidet nicht ein System des Trainers über Sieg oder Niederlage, sondern Qualität und Die Fähigkeit eines Trainers , einen 24 Mann-Kader dauerhaft bei Laune zu halten und jeden einzelnen durch gesunden Konkurrenzkampf zu Höchstleistungen zu treiben, wenn diese denn gebraucht werden. Während ein Ronaldo in einigen der letzten Ligaspielen einfach mal auf der Tribüne schmorrt, führt die B-Elf der Mannschaft in der Liga Sieg für Sieg ein. In der gleichen Zeitspanne schießt dieser Ronaldo zur Crunchtime die Bayern und Atletico innerhalb einiger Tage aus dem wichtigsten Wettbewerb. System ? ja , aber ob 4-3-3 oder 4-2-3-1 oder 3-4-3 , spielt hier keine Rolle, sondern Kadermanagement und die Fähigkeit die Spieler trotz Multimillionärentum zum Äußersten zu treiben. Diese Fähigkeit ist Zidane hoch anzurechnen, trotz aller zugegebenermaßen sehr hohen Qualität des Kaders. Ironischerweise führt ein als Messias angespriesener Kahlkopf, eine andere, auf eigenem Wunsch mit 200 Millionen verbesserte Mannschaft, zur selben Zeit mit Ach und Krach in die Champions League, ein Philosoph des Fußballs wie es immer so schön hieß....
El_Cid 22.05.2017
4.
Wenigstens gibt es in Spanien noch einen Kampf um die Meisterschaft . In dem Zeitraum von fünf Jahren hatten wir genau eine Meister, den FCB.
Freidenker10 22.05.2017
5.
Eine Meisterschaft die am letzten Spieltag entschieden wird und das so gut wie jedes Jahr, echt zu beneiden die Spanier! Hätten die Bayerngegner in unserer Luschenliga 2 Eier statt einem halben wäre es auch bei uns spannender! In Frankreich, England, Spanien wird der führende bekämpft, bei uns aus Feigheit noch unterstützt!
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