Proteste in Spanien Sportgericht verbietet Fußball-Boykott

Der kommende Spieltag in der Primera División findet statt: Das entschied das Sportgericht in Madrid nach dem Einspruch von sechs spanischen Erstligisten. Eine Lösung im Streit um Fernsehgelder und öffentlich ausgestrahlte Ligaspiele gibt es noch nicht.

Real-Torwart Casillas: Mit Protest gescheitert
DPA

Real-Torwart Casillas: Mit Protest gescheitert


Hamburg - Sechs Erstligisten stemmten sich gegen den geplanten Ligaboykott in der spanischen Primera Divisón. Nun gab ihnen das Sportgericht in Madrid per einstweiliger Verfügung Recht. Der Spieltag in der ersten und zweiten Liga am kommenden Wochenende muss stattfinden.

Die Mehrheit der Clubs aus der spanischen Profiliga hatte mit einem Boykott gedroht, um gegen die Ausstrahlung eines Ligaspiels im frei zugänglichen Fernsehen zu protestieren. Seit 1997 gilt ein Gesetz, wonach ein Spiel der ersten Liga pro Spieltag kostenlos übertragen werden darf.

Espanyol Barcelona, der FC Villarreal, Real Saragossa, Athletic Bilbao, Real Sociedad San Sebastian und der FC Sevilla wiederum hatten gegen den durch die Profiliga LFP angedrohten Streik Einspruch eingelegt. Die sechs Clubs sehen den Boykott als unangemessene Maßnahme an.

In Spanien sind vor allem die großen Vereine, FC Barcelona und Real Madrid, Nutznießer der TV-Rechte-Vermarktung - gerade im Pay-TV-Bereich. Beide Clubs sollen zusammen pro Jahr 125 Millionen Euro aus den Fernsehrechten erlösen. Die anderen Vereine erhalten deutlich weniger.

klu/dpa/sid



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