Prügelei Milde Strafen für Argentinier

Leandro Cufres Tritt gegen Per Mertesacker war eine der hässlichsten Szenen dieser WM. Doch der Argentinier erhielt eine recht milde Strafe. Einer seiner Teamkollegen kam noch glimpflicher davon. Auch für Englands Rotsünder Wayne Rooney steht die Dauer der Sperre fest.


Hamburg - Die Fifa sperrte Cufre für vier Pflichtspiele. Der Argentinier hatte Per Mertesacker nach dem verlorenen Viertelfinale gegen Deutschland (2:4 i.E.) mit einem Tritt in den Unterkörper niedergestreckt. Dabei hatte der 28-Jährige noch Glück, dass der Weltverband dessen Angriff anscheinend als Tätlichkeit wertete und nicht als Raufhandel.

Tumulte nach Vietelfinale: Kein Raufhandel
AP

Tumulte nach Vietelfinale: Kein Raufhandel

Denn nach Artikel 49 des Fifa-Disziplinarreglements muss ein Spieler, der sich an einem Raufhandel beteiligt, mindestens für sechs Partien gesperrt werden. Cufre muss zudem 10.000 Schweizer Franken Geldstrafe zahlen.

Sein Teamkollege Maxi Rodriguez, der Bastian Schweinsteiger bei den Tumulten auf den Hinterkopf geschlagen hatte, wurde von der Fifa für zwei Pflichtspiele gesperrt. Hinzu kommen 5000 Schweizer Franken Geldbuße.

Nach dem Elfmeterschießen war es zwischen argentinischen und deutschen Spielern zu Auseinandersetzungen gekommen. Auch der deutsche Nationalspieler Torsten Frings war dafür bestraft worden. Der 29-Jährige, der den Südamerikaner Julio Cruz geschlagen haben soll, war so im Halbfinale gegen Italien (0:2 n.V.) zum Zuschauen verdammt. Die Sperre für ein zweites Spiel ist zur Bewährung ausgesetzt worden.

Auch für Englands Nationalstürmer Wayne Rooney, den bislang letzten Rotsünder der WM, steht die Strafe fest. Der Angreifer von Manchester United wurde für zwei Pflichtspiele gesperrt und muss 5000 Schweizer Franken Strafe zahlen. Der 20-Jährige hatte im Viertellfinale gegen Portugal (1:3 n.E.) nach einem Tritt gegen den am Boden liegenden Ricardo Carvalho die Rote Karte gesehen.

hut/sid



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