WM-Qualifikation Nordmazedonien verpasst nächste Sensation – Portugal in Katar dabei

Für die WM-Teilnahme hätte Nordmazedonien zwei starke Gegner schlagen müssen: Die Hürde Italien wurde sensationell genommen, im Playoff-Endspiel gegen Portugal war jedoch Schluss. Freuen darf sich auch Lewandowski.
Bruno Fernandes

Bruno Fernandes

Foto: Octavio Passos / Getty Images

Die nächsten Teilnehmer für die Fußball-WM 2022 in Katar stehen fest: Über die europäischen Play-offs haben sich Portugal und Polen mit Robert Lewandowski einen Platz für die Endrunde im Herbst gesichert.

Portugal hat mit Superstar Cristiano Ronaldo zum sechsten Mal in Folge die Teilnahme an der WM perfekt gemacht. Der Europameister von 2016 bezwang Italien-Schreck Nordmazedonien im Play-off-Finale 2:0 (1:0).

Matchwinner vor 50.000 Zuschauern in Porto war Bruno Fernandes mit zwei Treffern (32. Minute/65.). Portugal ging gewarnt in die Partie: Außenseiter Nordmazedonien, der sich zuletzt erstmals für ein großes Turnier (EM 2020) qualifizieren konnte, hatte fünf Tage zuvor Italien 1:0 ausgeschaltet. Mit Visar Musliu von Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt in der Startelf setzte die Nummer 67 der Weltrangliste von Beginn an auf eine kompakte Defensive.

Portugal hatte zwar Mühe, aber auch deutlich mehr vom Spiel. Nach einer halben Stunde war es so weit. Bruno Fernandes zog nach einem Doppelpass mit seinem Klubkollegen Ronaldo unhaltbar ab. Nach der Pause ließ der Profi von Manchester United mit einer Direktabnahme sein achtes Länderspieltor folgen.

Die Polen hatten in Chorzow gegen Schweden lange Zeit große Mühe, ehe Bayern-Stürmer Lewandowski per Foulelfmeter sein 75. Länderspieltor erzielte (49.). Piotr Zielinski (72.) legte nach. Das Team von Trainer Czeslaw Michniewicz nimmt somit in Katar zum zweiten Mal in Folge und insgesamt zum neunten Mal an einer WM teil.

Die Polen, die das Finale nach dem Ausschluss Russlands kampflos erreicht hatten, waren vor allem vor der Pause harmlos. Lewandowski war nach überstandenen Knieproblemen der größte Aktivposten und hatte bei einem Kopfball (10.) auch die beste Chance. Auf der Gegenseite hatte Emil Forsberg von RB Leipzig, der im Gegensatz zu Zlatan Ibrahimović (40) in der Startelf stand, die Führung auf dem Fuß (19.).

Mit der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte machte Polen alles klar – und damit findet die WM ohne den inzwischen 40 Jahre alten Ibrahimović statt.

Eine europäische Nation darf noch hoffen

Ein letzter europäischer Platz ist noch zu vergeben, dieser geht an den Gewinner der Partie zwischen Wales und dem Sieger des Play-off-Halbfinals Schottland gegen die Ukraine. Diese Partie war wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zunächst verschoben worden, Anfang Juni soll sie nachgeholt werden.

Als erstes afrikanisches Team gelang Ghana die Qualifikation für die WM in Katar, der Senegal zog wenig später nach. Insgesamt hat der afrikanische Verband fünf Plätze bei der Endrunde.

Hier finden Sie einen Überblick zur afrikanischen WM-Qualifikation, bei der es massive Laserpointer-Attacken gegen Ägypten beim Elfmeterschießen im Senegal gegeben hat.

jan/sid
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