Nationalmannschaft Rangnick kann sich Job als Bundestrainer vorstellen

Ralf Rangnick hat Interesse signalisiert, in der Zukunft die DFB-Elf zu betreuen. Seine Arbeitsweise als Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig sieht er als gute Grundlage für die Aufgabe an.

Ralf Rangnick bei seinem Abschied als Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig
Jan Woitas / DPA

Ralf Rangnick bei seinem Abschied als Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig


Erst Anfang Juni hatte Ralf Rangnick einen neuen Job als Fußballchef bei Red Bull angetreten, langfristig könne er sich jedoch auch andere Aufgaben vorstellen. "Nationaltrainer zu sein, das gehört zu den Dingen, über die ich in Zukunft nachdenken würde", sagte der 61-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit".

Rangnick war zuletzt Sportdirektor bei RB Leipzig, betreute nach dem Abgang von Ralph Hasenhüttl allerdings auch im Sommer 2018 für eine Saison das Team als Trainer. Zukünftig wird er als Fußballchef der Red-Bull-Standorte in New York (USA) und Bragantino (Brasilien) unter anderem für die regionale Talententwicklung zuständig sein.

Diesen Schwerpunkt würde Rangnick bei einem möglichen zukünftigen Engagement als DFB-Trainer setzen. "Auch in dieser Position würde ich den Fokus darauf richten, mich im permanenten Austausch mit den Klubs zu befinden, mir regelmäßig ihre Trainingseinheiten anzuschauen und dadurch die zukünftigen Talente mitzuentwickeln", sagte der DFB-Pokalsieger von 2011. Vorerst dürfte es beim Verband jedoch keinen Bedarf geben: Bundestrainer Joachim Löw hat noch einen Vertrag bis zur WM 2022.

Im Interview sprach Rangnick auch über das Thema 50+1. Er ist ein Kritiker der Regel, die die Übernahme von Klubs durch Investoren verhindert. "Das wird in 20 Jahren Geschichte sein, vielleicht auch schon früher", sagte er. "Bei aller Liebe zur Tradition: Die Zukunft liegt nie in der Vergangenheit." Mit Blick auf andere internationale Ligen sagte Rangnick, dass es dort normal sei, dass "Klubs kommerzielle Besitzer haben, Netzwerke errichten und Ausbildungsvereine erwerben. Nur bei uns wird das verteufelt."

tip/sid

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insgesamt 24 Beiträge
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Freier.Buerger 10.07.2019
1. Zeitzeugen, Überlebende
Wir schreiben das Jahr 2200, bitte erinnert euch, gab es vor Löw schon Bundestrainer? gab es überhaupt schon Fußball vor Löw? wird es nach Löw noch eine Nationalmannschaft oder eine Bundesrepublik geben?
sapiens-1 10.07.2019
2. Rangnick als BT??
Das wäre hochinteressant, aber auch sehr konfliktträchtig. Denn in dem Job hat man es mit 80 Mio Kollegen zu tun und langfristige Entwicklung ist dort noch schwerer als im Ligafußball... Auf jeden Fall schiene er mir geeigneter als Klopp, der z. Zt. Lieblingsfavorit des Boulevards ist ...
doppelnass 10.07.2019
3. Zieht immer
Rangnick und Löw ziehen als Themen immer. Rangnick hat auf die Frage, ob er sich diesen Job vorstellen könne, geantwortet. Das ist in der Vergangenheit schon oft vorgekommen. Übrigens hat auch Hecking so drauf geantwortet. Beide haben nicht gesagt, dass sie es machen wollen. Aber ist ja Sommerloch und ich wundere mich, wann der nächste kritische Artikel zu den Bayern kommt.
holzghetto 10.07.2019
4. Rangnick
als Trainer lieber heute als morgen. Löw sollte endlich mitsamt seinem Mitarbeiterstab abtreten. Es wird einfach nicht besser. Irgendwann ist es halt einfach vorbei. Beckenbauer hat damals von selbst eingesehen das es nicht mehr weiter geht. Man hat ja damals gesehen was Rangnick aus 96 gemacht hat. Erst 2te dann erste Liga. Das muss man erstmal können.Slomka hatte die Truppe dann letztendlich in die EL gescheucht.
fisch100 10.07.2019
5. Talente mitentwickeln....
Na da würden die Vereine sich sicher freuen. Der BT kommt und fummelt im Operativen mit rum. Wird bestimmt 5min gut gehen, dann fliegt der Ralf an der Säbener Strasse vom Gelände...
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