Österreichs neuer Nationaltrainer Rangnick verzichtet nun doch auf Beraterjob bei Manchester United

Ralf Rangnick hat eine Kehrtwende vollzogen: Er will sich rein auf seine neue Aufgabe als österreichischer Nationaltrainer konzentrieren. In Manchester nimmt der Ex-Coach komplett Abschied und bleibt kein Berater.
Der neue ÖFB-Trainer Ralf Rangnick

Der neue ÖFB-Trainer Ralf Rangnick

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CLEMENS BILAN / EPA

Der österreichische Fußball-Nationalcoach Ralf Rangnick wird sich künftig einzig auf seine Rolle als Cheftrainer konzentrieren und seine Beratertätigkeit bei Manchester United aufgeben. Diese »einvernehmliche« Entscheidung gab Rangnick auf seiner ersten Pressekonferenz als Teamchef am Sonntag bekannt. Grund seien die Herausforderungen seiner neuen Aufgabe.

»Wir sind in den letzten Tagen zu der Überzeugung gelangt, dass es besser ist, mich nur auf die Aufgabe bei Österreich zu konzentrieren. Wir haben den Beratervertrag deshalb aufgelöst«, sagte Rangnick, der darüber »sehr froh« ist. United bedankte sich in einer Stellungnahme bei seinem bisherigen Interims-Teammanager für die geleistete Arbeit in den vergangenen sechs Monaten.

Nachfolger ten Hag ging auf Distanz

In Manchester folgt Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) auf Rangnick, der im Juni in der Nations League seinen Einstand auf der österreichischen Bank geben wird. Österreich trifft in Gruppe A1 auf Weltmeister Frankreich, WM-Finalist Kroatien und Dänemark.

Rangnicks Entscheidung kommt nicht völlig überraschend: ten Hag hatte in den Vortagen spürbar zurückhaltend reagiert, als er auf die Rolle seines Vorgängers angesprochen worden war. Er hatte deutlich durchscheinen lassen, dass er eher auf Beratung durch sein eigenes Team setze als auf die Hinweise Rangnicks.

»In der Weltrangliste sind Länder vor uns, bei denen ich nicht weiß, ob das so sein muss«, sagte Rangnick über seine Ziele. Und auch eine in Österreich viel diskutierte Frage klärte er gleich zu Beginn: Champions-League-Sieger David Alaba von Real Madrid sehe er »zentral«, betonte der 63-Jährige, also nicht auf einer der Außenpositionen.

aha/dpa
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