Dresden-Fans in Bielefeld 80 Anzeigen - aber kein Supermarkt-Überfall

Der Polizei liegen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen rund um das Zweitliga-Spiel von Dynamo Dresden in Bielefeld bislang rund 80 Strafanzeigen vor. Berichte über den Überfall auf einen Supermarkt dementierte die Polizei aber.

Dynamo-Fans beim Spiel in Bielefeld: Sachliche Aufarbeitung gefordert
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Dynamo-Fans beim Spiel in Bielefeld: Sachliche Aufarbeitung gefordert


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Nach den Ausschreitungen von Dresdner Fußballfans beim Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld (1:1) liegen der Polizei rund 80 Strafanzeigen vor. Wie die Ermittlungskommission "Dresden" mitteilte, könnten es noch mehr werden. "Die Auswertung des Videomaterials und die Identifizierung von Straftätern werden noch mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen", hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Verwirrung gab es um einen angeblichen Überfall auf einen Supermarkt. Auch SPIEGEL ONLINE hatte entsprechend berichtet. Eine Polizeisprecherin stellte nun klar: "Es gab keinen Überfall auf einen Supermarkt. Das haben wir auch nie behauptet." Einen Zwischenfall gab es laut ihrer Darstellung aber: "Auf dem Parkplatz des Supermarktes kam es zu Auseinandersetzungen mehrerer Fans mit Einsatz von Reizgas." Die Polizei habe einschreiten müssen.

Den angeblichen Supermarkt-Überfall hatte insbesondere das Fanprojekt Dresden stets zurückgewiesen und zugleich eine sachliche Aufarbeitung seitens der Polizei gefordert.

Vor der Partie zwischen Bielefeld und Dresden am 6. Dezember hatten Dynamo-Anhänger auf dem Weg zum Stadion Unruhe gestiftet. Unter anderem zündeten sie Pyrotechnik und beschädigten Autos. 17 Polizeibeamte wurden verletzt. Die Einsatzkräfte gingen mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Randalierer vor.

buc/dpa



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