Rassistische Vorfälle Uefa leitet Verfahren gegen Lazio ein

Lazio Rom droht wieder einmal Ärger wegen seiner Fans. Weil diese während der Europa-League-Partie gegen Tottenham Hotspur antisemitische Gesänge angestimmt haben sollen, beschäftigt sich die Uefa mit dem Fall. Bereits nach dem Hinspiel in England mussten die Italiener eine Strafe zahlen.


Hamburg - So langsam kann man bei den rassistischen Vorfallen mit Fans von Lazio Rom durcheinanderkommen. Die europäische Fußball-Union Uefa hat gegen den italienischen Club ein Verfahren wegen antisemitischer Parolen seiner Anhänger während des Europa-League-Spiels gegen Tottenham Hotspur eingeleitet. Auch am vergangenen Wochenende waren Lazio-Fans durch Beschimpfungen eines dunkelhäutigen Spielers negativ aufgefallen.

Bei der Partie am 22. November gegen Tottenham (0:0) sollen Anhänger der Römer antisemitische Gesänge angestimmt und dabei auf Deutsch "Juden Tottenham" skandiert haben. Tottenham gilt als Verein mit einer großen jüdischen Anhängerschaft. Wie die Uefa mitteilte, wird sich ihre Kontroll- und Disziplinarkommission am 24. Januar mit den Zwischenfällen befassen.

Bereits nach dem Hinspiel im September hatte Lazio rund 40.000 Euro Strafe zahlen müssen, nachdem seine Anhänger Spieler der "Spurs" mit Affenlauten verhöhnt hatten.

Das Rückspiel in Rom hatte auch deswegen Schlagzeilen gemacht, weil zehn Tottenham-Fans im Vorfeld der Partie bei einem Überfall auf ein Lokal in der Innenstadt verletzt worden waren. Daran sollen neben Anhängern von Lazio auch Ultras von Lokalrivale AS Rom beteiligt gewesen sein.

ham/dpa/sid



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alzaimar 08.01.2013
1. Vom Internationalen Fussball ausschließen
Ganz einfach. Ein Jahr. Die 40.000 Euro sind doch lachhaft.
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