DFB-Pokal Last-minute-Elfmeter bringt Leipzig den Sieg

Es war ein hart umkämpftes Pokalduell zwischen den Erstligisten aus Augsburg und Leipzig - mit einem dramatischen Ende. Die Gäste siegten per Strafstoß in der Schlussminute der Verlängerung.

Timo Werner, der Torschütze zum 1:0
Andreas Gebert REUTERS

Timo Werner, der Torschütze zum 1:0


180 Bundesligaminuten haben der FC Augsburg und RB Leipzig in dieser Bundesligasaison gegeneinander absolviert - ein Tor ist dabei nicht gefallen. Insofern war abzusehen, dass auch das DFB-Pokal-Viertelfinale dieser beiden Klubs eine zähe und enge Angelegenheit werden konnte. Das war es auch - mit einem dramatischen Ende zugunsten von RB. Die Gäste siegten mit einem Elfmeter in der letzten Minute der Verlängerung 2:1. Augsburg hatte sich zuvor mit dem 1:1 in letzter Sekunde in die Verlängerung gerettet.

Timo Werner hatte RB in der 74. Minute in Führung gebracht, Alfred Finnbogason in der 94. Minute ausgeglichen. Marcel Halstenberg behielt vom Elfmeterpunkt die Nerven.

Die Gäste mit ihren schnellen Stürmern Yussuf Poulsen und Timo Werner bestimmten die Anfangsphase, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Auch anfängliche Abspielfehler der Augsburger in der eigenen Hälfte konnte das Team von Ralf Rangnick nicht nutzen. So dauerte es 20 Minuten, bis die Gastgeber selbstbewusster wurden, selbst versuchten, sich Chancen zu erarbeiten. Das gelang zumindest insoweit, als der FCA die Leipziger Angriffe immer konsequenter unterbinden konnte.

RB hatte nur noch eine Torgelegenheit, als Augsburgs Andre Hahn einen riskanten Rückpass auf Torwart Gregor Kobel spielen wollte und Timo Werner dies geistesgegenwärtig erkannte. Kapital konnte er aber daraus nicht schlagen, zur Pause blieb es nach 45 Minuten ohne große Höhepunkte beim, na klar, 0:0. Glück hatte Leipzigs Marcel Sabitzer, dass auch er die zweite Halbzeit noch erleben durfte - nach einem Ellbogenschlag kam er ohne Platzverweis davon.

Führung fiel aus dem Nichts

Auch nach dem Wechsel blieb es eine für die Zuschauer eher mühselige Angelegenheit. Den Augsburgern, als das engagiertere Team, gelang es zwar mehrfach in den Leipziger Strafraum vorzustoßen, dort jedoch fehlte es ihnen am gezielten Abschluss. Chancen blieben weiterhin Mangelware, es wurden sogar noch weniger als in den ersten 45 Minuten.

Fast aus dem Nichts fiel dann die Gästeführung. Augsburg verlor am gegnerischen Strafraum den Ball, dann ging es über den eingewechselten Haidara ganz schnell nach vorne, Werner gewann das Laufduell gegen Kevin Danso und schob den Ball ins lange Eck. Das schien die Entscheidung zu sein - bis Finnbogason zehn Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit zuschlug.

In der Verlängerung tat sich dann nicht mehr viel, bis zur letzten Minute. Dann ging Gregoritsch mit der Hand zum Ball, der Schiedsrichter gab Elfmeter. Halstenberg blieb cool, Leipzig ist im Halbfinale.

Rund ging es nach dem Schlusspfiff noch einmal, als Augsburgs Manager Stefan Reuter und Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff aneinander gerieten. Reuter warf Mintzlaff dabei vor, in der Coaching Zone der Augsburger provoziert zu haben, dies sei "unterste Schublade". Mintzlaff wollte das anschließend nicht mehr so hoch hängen, es sei eben "ein emotionales Spiel" gewesen.

FC Augsburg - RB Leipzig 1:2 n.V. (1:1, 0:0)
0:1 Werner (73.)
1:1 Finnbogason (90.+4)
1:2 Halstenberg (119. Handelfmeter)
Augsburg: Kobel - Teigl, Gouweleeuw, Danso, Max - Khedira (94. Jensen), Baier (88. Cordova) - Hahn (79. Finnbogason), Koo, Richter (114. Stafylidis) - Gregoritsch.
Leipzig: Gulacsi - Bruma (61. Haidara), Orban, Konate, Halstenberg - Demme (69. Mukiele) - Sabitzer, Kampl (91. Cunha), Laimer - Poulsen, Werner (84. Ilsanker).
Schiedsrichter: Stieler
Gelbe Karten: Khedira, Koo, Gregoritsch / Haidara, Halstenberg
Zuschauer: 30.000

aha



insgesamt 42 Beiträge
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Seite 1
ooda_maddinoo 03.04.2019
1. Schwere Fussballkost
Mit so einem Spiel konnte man rechnen, wenn man die letzten beiden Aufeinandertreffen beider Protagonisten gesehen hat. Zum Glück wurde Forsberg und Tyler geschont, die hätten nur zu sehr auf die Knochen von den Augsburgern bekommen. Glückliches Ende für RB, aber leider in die Verlängerung. Das wird sehr hart jetzt am We in Leverkusen
bs_fussball_fan 03.04.2019
2.
Zitat von ooda_maddinooMit so einem Spiel konnte man rechnen, wenn man die letzten beiden Aufeinandertreffen beider Protagonisten gesehen hat. Zum Glück wurde Forsberg und Tyler geschont, die hätten nur zu sehr auf die Knochen von den Augsburgern bekommen. Glückliches Ende für RB, aber leider in die Verlängerung. Das wird sehr hart jetzt am We in Leverkusen
da gehe ich voll mit, aber das schwächste Team auf dem Platz waren das Schiedsrichtergespann, so viele Fehlentscheidungen auf beiden Seiten habe ich selten erlebt, 2 klare Eckbälle für RB falsch entschieden, Ellbogencheck von Sabitzer muss mindestens Gelb sein, jeder Pfiff wurde von allen Beteiligten minutenlang diskutiert, so was muss doch mal unterbunden werden, Nachspielzeit 4 anstatt 3 Minuten, also die Schiris haben zum Niveau des Spiels massiv beigetragen. Schade.
spon1899 03.04.2019
3.
Die Gefahr, dass dieser Nichtverein womöglich einen Titel gewinnt, steigt leider. Möge das einer der anderem drei bitte verhindern. Ist mir egal wer und wie.
Nonvaio01 03.04.2019
4. Nichtverein?
Zitat von spon1899Die Gefahr, dass dieser Nichtverein womöglich einen Titel gewinnt, steigt leider. Möge das einer der anderem drei bitte verhindern. Ist mir egal wer und wie.
warum duerfen die sportler nichts gewinnen? Sie goennen auch den angestellten einer Firma das die Firma pleite geht? Wer des besten Fussball spielt soll gewinnen, es geht um die mannschaftd ei auf dem platz steht, und sonst nichts.
Wolfgang Porcher 03.04.2019
5. solche Spiele gehoeren auch dazu
wo die Taktik zu solch einem Gewurschtel fuehrt. Den Gegner zurecht treten und hinten zumauern. dazu hier speziell: für immer noch viele Wessis ein Dorn im Auge , hat es Leipzig doch noch geschafft, nach dem man schon in der 90.minute in der Kabine war, als der Ausgleich viel. und es scheinen immer noch viele nicht begriffen zu haben, oder ganz einfach nur neidisch zu sein, dass dort Red Bull investiert, so woanders die Vereine von Gazprom , VW , Chemie Bayer, oder Addidas usw am Leben gehalten werden oder sich für 89 Millionen Spieler erkaufen können. Dagegen bei RBL leipzig mit relativ wenig Geldeinsatz ein gutes Team sich bildet und auch so zeigt.
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