Europa League Leipzig verliert in Salzburg - und muss bangen

Im Duell der RB-Schwesternklubs gewann Salzburg. Leipzig muss jetzt auf Schützenhilfe am letzten Gruppenspieltag hoffen. Bayer Leverkusen rettete gegen Ludogorez Rasgrad zumindest noch einen Punkt.

Nordi Mukiele (links) und Zlatko Junuzovic
AP

Nordi Mukiele (links) und Zlatko Junuzovic


RB Salzburg - RB Leipzig 1:0 (0:0)

RB Leipzig hat gegen Schwesternklub RB Salzburg verloren und muss um den Einzug in die K.o.-Phase der Europa League bangen. Beim 0:1 (0:0) in Salzburg machten die Gastgeber über weite Strecken das Spiel und kamen durch Fredrik Gulbrandsen zum Siegtreffer (74. Minute).

Das Spiel war vor allem taktisch geprägt. Bis Salzburgs Andreas Ulmer den Ball von der linken Seite flach in die Mitte brachte. Der Norweger Gulbrandsen nahm den Ball direkt und schoss unten rechts unhaltbar für Yvon Mvogo ein.

Durch den 1:0-Sieg von Celtic Glasgow im Parallelspiel bei Rosenborg Trondheim, ist Leipzig am letzten Gruppenspieltag auf Schützenhilfe angewiesen. Bei einem Leipziger Sieg müsste Celtic zu Hause gegen die sicher qualifizierten Salzburger verlieren, damit der Bundesligist eine Runde weiter kommt. Den direkten Vergleich gegen Celtic hat Leipzig gewonnen (2:0, 1:2).

Einen kuriosen Auftritt hatte Leipzigs Stefan Ilsanker nach der Partie: "Richtig bitter wäre es natürlich gewesen, wenn Celtic heute punktet. So haben wir es immer noch in der eigenen Hand", sagte er im DAZN-Interview. Der Reporter wies Ilsanker darauf hin, dass Celtic gepunktet hatte. Ein verdutzter Ilsanker verwies auf die Anzeigetafel im Stadion. Die habe ein falsches Ergebnis angezeigt, sagte der ehemalige Salzburger. Als Ilsanker das realisierte sagte er nur noch: "Oh."

Bayer Leverkusen - Ludogorez Rasgrad 1:1 (0:0)

Die Qualifikation für die K.-o.-Runde war für Bayer bereits sicher, offen war jedoch noch das Rennen um den Gruppensieg im Fernduell mit dem FC Zürich. Dennoch entschied sich Trainer Heiko Herrlich dafür, seine Mannschaft auf zehn (!) Positionen im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel gegen Stuttgart zu verändern.

Julian Baumgartlinger (links) und Mitchell Weiser
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Julian Baumgartlinger (links) und Mitchell Weiser

Einen Alptraum erlebte zunächst der 20-jährige Panagiotis Retsos, der sein erstes Spiel nach monatelanger Verletzungspause machte - und nach 30 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Den nächsten Rückschlag kassierte Bayer in der 69. Minute, als Marcelinho die Führung für Rasgrad erzielte.

Immerhin: Mitchell Weiser erzielte per Traumtor noch den späten Ausgleich (84.). Und weil Zürich gegen AEK Larnaca 1:2 verlor, ist Leverkusen mit einem Punkt Vorsprung auf die Schweizer weiter Tabellenführer.

Weitere Ergebnisse aus der Europa League:

Worskla Poltawa - FC Arsenal 0:3 (0:3)
AC Mailand - F91 Düdelingen 5:2 (1:0)
Rosenborg Trondheim - Celtic Glasgow 0:1 (0:1)
FC Chelsea - PAOK Saloniki 4:0 (2:0)
Apollon Limassol - Lazio Rom 2:0 (1:0)

hba/bka



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hileute 29.11.2018
1. Salzburg ist das deutlich bessere rb
in beiden spielen hatten sie kaum Probleme mit Leipzig. Leipzig muss hoffen das mateschitz Stallorder betreibt und Salzburg trotz sicheren Platz 1 in der Gruppe die beste Mannschaft spielen zu lassen. Mein Tipp: Das wird nicht passieren, Leipzig zu ca 90% raus, sehr peinlich
Die Aufklärung 29.11.2018
2. Rangnick am Abwärtsgleis
Soweit man das beurteilen kann, den Rangnick mag niemand im deutschen Fußballbetrieb. Oft gehört im "Doppelpaß" etc. Seine letzte Großtat war es ja, den Erfolgstrainer Hasenhüttel hinauszuintriegieren (den Auguren nach war er auf dessen Erfolge eifersüchtig) und den Loser Nagelsmann zu verpflichten. Welch ein Glück für Hoffenheim, das gerade nicht rühmlich aus den Ch-League geflogen ist. Dazu hat der Schleifer Ralph so viele verletzte Spieler, dass man vermuten kann, diese wurden einfach zu gnadenlos gehetzt. Leipzig unter Hasenhüttel ist eine ostdeutsche Ikone geworden, des Stolzes und Selbstvertrauens. Da wird Mateschitz eingreifen müssen, sonst ist dort bald Sendepause.
spon1899 29.11.2018
3.
Einmal gut aussehen in der EL reicht Red-Bull. Dafür haben sie Salzburg. Doppelt wäre überflüssig. Wichtig ist für RB die Champions-League. Da muss Leipzig rein. Die EL stört da nur und wird wie geplant abgeschenkt. Es läuft alles nach Plan für RB.
briancornway 30.11.2018
4. Tauschen
Wenn man sich die Situation in der Östereich-Bundesliga anschaut, ist RBS eigentlich überqualifziert. Sinnvoll (und auch legal möglich?) wäre ein kompletter Austausch der RB-Mannschaften. Damit hätte man Chancen auf die Meisterschaft in 2 Ligen und dieselben Erfolge in Europa. Aber ohne Schmarrn - ich bin von RBSs Leistung schwer beeindruckt, die muss man auf dem Zettel behalten.
bruno_67 30.11.2018
5.
Zitat von hileutein beiden spielen hatten sie kaum Probleme mit Leipzig. Leipzig muss hoffen das mateschitz Stallorder betreibt und Salzburg trotz sicheren Platz 1 in der Gruppe die beste Mannschaft spielen zu lassen. Mein Tipp: Das wird nicht passieren, Leipzig zu ca 90% raus, sehr peinlich
Wenn Mateschitz Stallorder betreiben würde hätte gestern Leipzig gewonnen - so viel dazu. Und der bessere RB ? Nach der EL-Tabelle scheint das zwar so zu sein, aber Leipzig musste, wie im verlorenen BL-Spiel in Wolfsburg, gestern die komplette Kreativabteilung im Mittelfeld ersetzen (Sabitzer, Kampl, Forsberg, Demme). Und da Leipzig aufgrund der suboptimalen Transferpolitik einen ähnliche schmalen Kader hat wie z.B. die Bayern, hat Leipzig derzeit auch die selben Probleme, die diese Ausfälle nicht kompensiert werden können. Das hat mit peinlich nichts zu tun. Und ich nehme stark an, dass Salzburg zum Abschluss in Glasgow mit "voller Kapelle" spielen wird. Im Gegensatz zu den BL-Vereinen braucht Salzburg niemanden für ihre Ligaspiele zu schonen. Diese gewinnen sie auch mit ihrer zweiten Garnitur.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.