Fußball-Bundesliga RB Leipzig verspielt Mini-Chance auf die Meisterschaft

RB Leipzig sah in Mainz schon wie der sichere Sieger aus. Die Elf von Ralf Rangnick ließ sich die Führung aber aus der Hand nehmen - und kann nun wohl nicht mehr in den Titelkampf eingreifen.

Rauf und runter in Mainz beim Spiel gegen Leipzig
Torsten Silz DPA

Rauf und runter in Mainz beim Spiel gegen Leipzig


Alles spricht vom Titelduell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund - theoretisch konnte aber auch RB Leipzig nach dem Siegeszug der Vorwochen noch in den Kampf um die Deutsche Meisterschaft eingreifen. Das kann RB nach dem 3:3 (1:2) bei Mainz 05 jetzt aber wohl vergessen. RB liegt bei einem Spiel mehr sechs Punkte hinter Tabellenführer München zurück, zudem mit einer deutlich schlechteren Tordifferenz.

Lukas Klostermann hatte zunächst RB sicher mit zwei Toren in Führung gebracht. Die Mainzer, die trotz des schnellen 0:2 nicht aufgaben, kamen durch Karim Onisiwo noch vor der Pause zum Anschlusstor. Timo Werner erhöhte direkt nach dem Seitenwechsel. Niakhate und Mateta sorgten für den verdienten Punkt der Mainzer.

Es entwickelte sich von Beginn an ein interessantes, ereignisreiches Spiel, bei dem beide Teams offensiv agierten. Die Mainzer hatten den besseren Start, das erste Tor erzielten aber die Gäste. Klostermann profitierte von einer starken Vorarbeit von Timo Werner und schloss in der 20. Minute einen schnellen Leipzig-typischen Konter zur Führung ab. Bereits zwölf Minuten später war es erneut die Kombination Werner-Klostermann, die für das nächste Tor der Gäste sorgten. Die Mainzer protestierten allerdings bei Schiedsrichter Bibiana Steinhaus, zuvor hatte Leipzigs Willi Orban ein Foul begangen.

Das Spiel wirkte entschieden, doch Onisiwo nutzte in der 43. Minute eine Nachlässigkeit der RB-Abwehr, um die Hoffnung der Gastgeber wieder zu wecken.

Nach der Pause dauerte es nur zwei Minuten, dann erhöhte RB erneut. Diesmal vollendete Werner selbst, die Vorarbeit hatte Emil Forsberg geliefert. Mainz steckte auch jetzt nicht zurück, Moussa Niakhate brachte 05 nach einer Ecke wieder heran. Der eingewechselte Mateta sorgte für den umjubelten Endstand.

Nächste Woche nun: RB Leipzig gegen Bayern München.

Mainz 05 - RB Leipzig 3:3 (1:2)
0:1 Klostermann (20.)
0:2 Klostermann (32.)
1:2 Onisiwo (43.)
1:3 Werner (48.)
2:3 Niakhate (67.)
3:3 Mateta (83.)
Mainz: Müller - Brosinski, Niakhate, Hack, Martin - Baku (68. Kunde), Gbamin (79. Maxim), Latza - Boetius - Onisiwo (46. Mateta), Quaison.
Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Konate, Orban - Klostermann, Halstenberg - Laimer (70. Haidara), Kampl, Forsberg - Poulsen (89. Kuha), Werner.
Schiedsrichterin: Steinhaus
Zuschauer: 25.000
Gelbe Karten: Brosinski / Kampl

aha



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
spon1899 03.05.2019
1.
Wo sonst 3000 Fans sitzen, waren da heute 50 Leute im Gästeblöckchen. Süß! Torjubel im Fernsehen hörte man da eher weniger. Und dann schießt da ein Österreicher ein Tor gegen Leipzig. Wo kommen wir denn dahin? Die werden doch sonst alle zu RB delegiert.
McTitus 04.05.2019
2. Der 1. FSV Mainz 05 hat einen zweimaligen ...
... Zweitorerückstand in ein 3:3 umgemünzt. Respekt. Ist doch prima. Und das gegen den Goldesel Red Bull. Ist aller Ehren wert. An Alle, die RB Leipzig andichten, es handele sich dabei um einen Verein, einen, dem der ostdeutsche Fußball am Herzen liegen soll, zumal - all jenen sei gesagt: Red Bull hätte sich sogar auf dem Mond eingekauft und sich dem dortigen Astrokosmonautischen Fußballverband angedient um sich eine Identität als Mondianer zu verschaffen, würde dort Fußball gespielt.
verruca 04.05.2019
3. Augen auf!
Was genau soll Ihr Beitrag denn rüberbringen? Etwa herablassende Empörung dass die Gäste-Fans aus Leipzig nicht gerade in Heerscharen das Mainzer Stadion gestürmt haben? Naja, bei rund 5 Stunden einfache Fahrtzeit für ein komplett bedeutungsloses Spiel gegen ... ähmmm ... MAINZ? An einem Werktag? Ja, okay! Is gut! Kann man auch mal auslassen! Schönen Gruß an die DFL und ihre dämlichen nicht nur Montags- sondern eben auch Freitagsspiele! Ach ja: Deutlich lieber "nur" 50 friedliche Gästefans, als 5000 mitgereiste Dauerschleifensänger (z.B. aus München), die im sturzbetrunkenen Zustand Pyros und Böller in alle Richtungen abfeuern und mehrheitlich wirklich nicht die geringste Ahnung vom Fußballsport haben.
the_speaker 04.05.2019
4. Das wird nix mehr...
halten Sie mich für penibel, aber wenn eine Mannachaft bei noch 2 ausstehenden Spielen 7 Punkte Rückstand auf Platz 1 hat, dann kann sie auch rein rechnerisch nicht mehr Meister werden. Und nicht "das ist jetzt wohl nicht mehr möglich". Das ist definitiv nicht mehr möglich!
hansa54 04.05.2019
5. 1. spon1899süß
Lese ich da etwa Neid in Ihrem Beitrag? Wenn man 3 Spieltage vor dem Ende alle Ziele in Sack und Tüten hat, gestaltet sich halt einiges etwas entspannter! Manche Fans müssen immer noch bangen, auf dass es mit dem internationalen Wettbewerb etwas wird! Nur wenn der BVB heute verlieren sollte, wäre es für RBL wirklich ärgerlich! Ansonsten kann man sich heute die Spiele ganz entspannt zu Gemüte führen. Entspannung pur! Alles gut.
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