Reaktionen auf Blatter-Rücktritt "Irgendwie überfällig"

Michel Platini spricht von einer "schwierigen, mutigen und richtigen Entscheidung", Luis Figo hofft nun auf eine "transparente und demokratische Ära" bei der Fifa. Die Reaktionen auf Joseph Blatters Rücktritt.

Joseph Blatter: Die Sportwelt begrüßt den Rücktritt
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Joseph Blatter: Die Sportwelt begrüßt den Rücktritt


Michel Platini (Uefa-Präsident): "Es war eine schwierige Entscheidung, eine mutige Entscheidung und die richtige Entscheidung."

Luis Figo (ehemaliger Weltfußballer, Ex-Fifa-Präsidentschaftskandidat, bei Facebook): "Ein guter Tag für die Fifa und für den Fußball. Der Wechsel kommt nun doch. Ich habe am Freitag gesagt, dass dieser Tag früher oder später kommen wird. Da ist er! Nun sollten wir - verantwortungsvoll und in aller Ruhe - einen weltweiten Konsens und eine Lösung finden, um eine neue dynamische, transparente und demokratische Ära in der Fifa zu beginnen."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Die Entscheidung ist absolut richtig, man könnte auch sagen, sie war irgendwo überfällig. Ein Aufbruch, den die Fifa dringend braucht, ist nur mit einem neuen Mann an der Spitze möglich. Denn ungeachtet des Wahlsieges beim Kongress ist ja keine Ruhe eingekehrt. Ich habe keinerlei Informationen, ob möglicherweise neue Dinge aufgetaucht sind, die mit den Untersuchungen in Amerika zu tun haben."

Reinhard Rauball (DFL-Präsident): "Dies ist ein guter Tag für den Weltfußball. Sepp Blatter hat der Fifa mit seinem Rücktritt einen großen Dienst erwiesen. Alle, die für eine Reform der Fifa ernsthaft eingetreten sind, sind nun gefordert, mit konstruktiven Vorschlägen zur Einheit des Fußballs beizutragen. Glaubwürdigkeit und Transparenz müssen dabei an oberster Stelle stehen. Es gilt nun, möglichst schnell inhaltlich, strukturell und personell tragfähige Lösungen für die Zeit nach Sepp Blatter zu erarbeiten und auf den Tisch zu legen. Denn klar ist auch: Mit dem Rücktritt alleine sind noch lange nicht alle Probleme gelöst."

Thomas Bach (IOC-Präsident): "Wir respektieren diese Entscheidung von Präsident Blatter sehr, zurückzutreten und den Weg für eine neue Fifa-Führung freizumachen, die die nötigen Reformen einleitet."

Witali Mutko (Russlands Sportminister und Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees): "Der Rücktritt hat mich überrascht. Es ist offensichtlich, dass er die Fifa schützen will und erwartet, dass die Reformen in der Organisation weitergeführt werden."

Franz Beckenbauer (DFB-Ehrenspielführer): "Es war eine vernünftige Entscheidung von Sepp Blatter. Der Druck wurde zu groß. Er wäre nie mehr zur Ruhe gekommen, ob er Schuld an den Skandalen trägt oder nicht. Das Problem der Fifa liegt in seinem System."

Greg Dyke (Präsident des englischen Fußball-Verbandes FA): "Großartig für den Fußball."

Niederländischer Fußball-Verband KNVB: "Das ist ein Tag, auf den wir lange gewartet haben und für den wir in der letzten Zeit gekämpft haben. Wir hoffen, dass ein Vorsitzender kommt, der echte Reformen durchführen wird. Für uns ist das eine sehr gute Nachricht."

Michael van Praag (KNVB-Vorsitzender und Ex-Fifa-Präsidentschaftskandidat): "Was für eine schöne Nachricht. Ich weiß noch nicht, ob ich noch einmal kandidiere. Am kommenden Wochenende nehme ich an der Uefa-Vorstandssitzung in Berlin teil. Danach denke ich über meine Zukunftspläne nach."

Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister): "Ich habe gesagt: ein Neuanfang ist richtig. Und ich finde es gut, dass Sepp Blatter das mit seinem Rücktritt möglich gemacht hat. Die Diskrepanz zwischen den Funktionären und Fans war noch nie so groß wie jetzt. Dunkle Machenschaften und Geldgier auf der einen Seite, und Einsatz und Herzblut von Menschen, die sich gemeinnützig einsetzen, auf der anderen Seite."

Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages): "Das ist eine große Erleichterung. Da fällt mir der erste kleine Stein von dem ganzen Gebirge vom Herzen. Das ist ein überfälliger Schritt. Spätestens wenn der Generalsekretär in Verdacht gerät, kann Blatter nicht mehr sagen, er weiß von nichts. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Jetzt braucht es profunde Reformen von Anfang an."

Frank Steffel (CDU, MdB und Obmann im Sportausschuss): "Nach dem Rücktritt von Joseph Blatter ist nun endlich der Weg für einen Neuanfang bei der Ffia frei. Der Verband sollte sich nun die Zeit nehmen, um sich grundlegend zu reformieren und um verlorengegangenes Vertrauen wieder zu bekommen. Ein neuer Mann an der Spitze allein reicht dazu nicht aus."

Sylvia Schenk (Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International): "Der Rücktritt kam nicht völlig unverhofft. Ich hatte schon das Gefühl, er könnte sich wählen lassen und dann hinschmeißen. Er hat einen eleganten Weg gewählt. Es ist der Versuch, noch mal einen starken Abgang hinzulegen. Die Fifa kann umstruktiert werden, die Chance ist jetzt da. Jetzt müssen die, die Kritik geübt haben, konstruktiv mitarbeiten."

Zusammengestellt vom sid



insgesamt 9 Beiträge
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mattoregiert 02.06.2015
1. Eine Erlösung
Niersbach ,der Heuchler soll diesem Beispiel folgen !
bullet69 02.06.2015
2. dieser ganze Sumpf gehört trockengelegt
und alle Verantwortlichen innerhalb der Exekutive ausgetauscht inkl. Mersbach und die ganze Versagertruppe der UEFA.
annemarie26 02.06.2015
3. Es wäre schon wichtig
Zitat von bullet69und alle Verantwortlichen innerhalb der Exekutive ausgetauscht inkl. Mersbach und die ganze Versagertruppe der UEFA.
zu wissen,wen man austauschen möchte,ich gehe davon aus ,daß Sie Herrn Niersbach meinen. Übrigens.... Herr Heckenhauer heißt eigentlich Beckenbauer.
Mondaugen 02.06.2015
4. Neustart
Ein zutiefst korruptes Gremium wie die FIFA sollte komplett aufgelöst und eine Nachfolgeorganisation gegründet werden. Erst wenn alle bisher am Geschacher um die WM-Milliarden Beteiligten abgelöst sind kann es einen Neustart geben.
mattoregiert 02.06.2015
5. Herr Niersbach
spricht von "einem neuen Mann an der Spitze"..das reicht aber nicht..alle müssen raus aus dem Korrumpelclub,auch Niersbach !!
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