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11. Februar 2015, 13:55 Uhr

Real Madrid

Gericht stoppt Umbau des Bernabéu-Stadions

Nächster Rückschlag für Real Madrid: Der Oberste Gerichtshof der spanischen Hauptstadt hat dem geplanten Stadionumbau des Rekordmeisters vorerst einen Riegel vorgeschoben. Doch Präsident Pérez will nicht aufgeben.

Hamburg - Bei Real Madrid läuft es derzeit einfach nicht rund: Nach dem 0:4-Debakel bei Atlético haben die "Königlichen" jetzt auch eine Schlappe vor der Justiz erlitten. Der Oberste Gerichtshof der spanischen Hauptstadt stoppte vorerst das Vorhaben des Rekordmeisters, sein Bernabéu-Stadion umzubauen. Die Richter erklärten laut spanischen Medienberichten einen Bebauungsplan der Madrider Stadtverwaltung für illegal.

Der sollte aber die rechtliche Grundlage für das Millionenvorhaben liefern - und der Verein hatte der Stadt für die Baugenehmigung sogar Grundstücke im Viertel Carabanchel im Süden Madrids angeboten. Doch nach Ansicht der Richter kann eine Baugenehmigung in einem Stadtteil nicht durch Grünanlagen in einer anderen Gegend kompensiert werden.

Der Champions-League-Sieger will sein Stadion mit einer bunten Lichtfassade und einem Dach versehen, das sich öffnen lässt. Zudem sollen ein Hotel und ein Einkaufszentrum in die Arena integriert werden. Die Kosten des Vorhabens wurden auf 400 Millionen Euro beziffert. Um den Betrag aufbringen zu können, war Real eine "strategische Allianz" mit IPIC eingegangen, der regierungseigenen Investmentgesellschaft von Abu Dhabi, das Projekt sollte bis 2017 abgeschlossen sein.

Der Verein kündigte nun an, zusammen mit der Stadtverwaltung nach einer Regelung zu suchen, die die Bedenken des Gerichts ausräumt.

psk/dpa

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