WM-Star Real Madrid verpflichtet James Rodríguez

Die "Königlichen" basteln am Super-Kader für die kommende Saison: Nach Toni Kroos hat Real Madrid auch WM-Torschützenkönig James Rodríguez verpflichtet. Am Abend wurde der Kolumbianer vorgestellt.
James Rodríguez: WM-Torschützenkönig und nun Königlicher

James Rodríguez: WM-Torschützenkönig und nun Königlicher

Foto: JUAN MEDINA/ REUTERS

Hamburg - Real Madrid hat einen weiteren Star verpflichtet. Knapp eine Woche nach dem Transfer von Toni Kroos ist auch der Wechsel von WM-Torschütze James Rodríguez zu den "Königlichen" perfekt. Der Kolumbianer, der bisher beim AS Monaco spielte, absolvierte erfolgreich den Medizincheck. Noch am Abend wurde der 23-Jährige im Estadio Santiago Bernabéu vor etwa 35.000 Fans vorgestellt. Die Ablösesumme soll rund 80 Millionen Euro betragen. Der Angreifer erhält einen Sechsjahresvertrag.

Rodríguez erhält bei Real Madrid die Rückennummer 10, die seit dem Abschied von Mesut Özil zum FC Arsenal 2013 frei ist. Bei der WM in Brasilien war Rodríguez mit sechs Treffern bester Torschütze, sein Volleytreffer gegen Uruguay wurde zum schönsten Tor des Turniers gewählt.

"Alles ist gut gelaufen, ich bin sehr glücklich", sagte Rodríguez spanischen Zeitungen zufolge nach dem Medizincheck beim Verlassen der Klinik. Am Abend im Stadion schwärmte er: "Für mich ist ein Traum wahr geworden. Ich möchte viele Titel gewinnen." Zuvor hatte er mit Klubchef Florentino Pérez im schwarzen Anzug und schwarzer Krawatte mit seinem neuen Trikot mit der Nummer zehn für die Fotografen posiert.

Der Kolumbianer wird dank des Wechsels zum drittteuersten Spieler der Fußball-Geschichte - kostspieliger waren bislang nur Rodríguez' neue Teamkollegen Cristiano Ronaldo und Gareth Bale. Die Zukunft von Sami Khedira und auch des argentinischen WM-Stars Ángel di María bleibt angesichts der Ausgaben fraglich.

Vor fünf Jahren hatte Real Portugals Superstar Ronaldo für 96 Millionen Euro von Manchester United geholt. Damit gehen die Madrilenen künftig mit einer Offensive im Wert von mehr als 300 Millionen Euro auf Torejagd - in der Spitze steht auch noch Frankreichs Stürmer Karim Benzema bereit.

Damit kommt es kommende Saison im Clásico gegen den FC Barcelona zum Duell der Spitzen-Offensiven: Der Erzrivale hatte seinen Sturm um Lionel Messi und Neymar erst jüngst für 75 Millionen Euro mit Uruguays Luis Suárez aufgewertet.

luk/dpa