"Wir haben heute nichts richtig gemacht" Real Madrid blamiert sich beim Tabellenletzten - Trainer Zidane wütend

Es war die zehnte Niederlage der Saison: Real Madrid hat in der Primera División gegen den Letzten verloren. Trainer Zinédine Zidane war wütend - obwohl das Team die Champions League erreicht hat.

Real-Trainer Zinédine Zidane
Denis Doyle / Getty Images

Real-Trainer Zinédine Zidane


Spaniens Rekordmeister Real Madrid hat trotz eines peinlichen Auftritts beim Tabellenletzten Grund zur Freude. Das Team von Trainer Zinédine Zidane verlor zwar gegen Rayo Vallecano 0:1 (0:1), qualifizierte sich aber vorzeitig für die Champions League. Der Grund: Die Verfolger FC Sevilla und FC Getafe hatten zuvor ebenfalls gepatzt.

Madrid hat nun drei Spieltage vor Schluss zehn Punkte Vorsprung und kann nicht mehr vom dritten Platz verdrängt werden. Die Meisterschaft hatte sich der FC Barcelona am Samstag gesichert, es ist der 26. Titel für die Katalanen. Zweiter der Primera División ist derzeit Reals Stadtrivale Atlético mit neun Punkten Vorsprung auf die Königlichen.

Nach einem Foul des früheren Frankfurters Jesús Vallejo entschied der Schiedsrichter mit Hilfe des Video-Assistenten auf Elfmeter, den Adrián Embarba zum Siegtreffer für den Außenseiter im Stadtderby verwandelte (23. Minute). Die Gäste bemühten sich danach vergeblich um den Ausgleich.

"Ein schreckliches Bild abgegeben"

Real hat von den vergangenen vier Liga-Spielen nur eins gewonnen und kommt unter Zidane, der als Trainer zurückgekehrt war, nicht richtig in Tritt. Der französische Coach ging mit seinen Spielern anschließend hart ins Gericht: "Wir haben heute nichts gemacht, von der ersten Minute bis zur letzten", sagte Zidane.

Und der Trainer wetterte weiter: "Manchmal kann man keine Tore erzielen, aber wir haben noch nicht einmal Chancen kreiert. Wir müssen über unsere Performance wütend sein. Ich bin es, denn wir haben ein schreckliches Bild abgegeben."

Zehn Niederlagen in einer Liga-Saison hatte Real seit zehn Jahren nicht mehr kassiert. Es war zudem die erste Niederlage bei Aufsteiger Vallecano seit 1997. Der Außenseiter kletterte durch den Sieg auf den vorletzten Tabellenplatz und darf bei sechs Punkten Rückstand auf den rettenden Rang 17 weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

bka/dpa/sid/Reuters



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aurichter 29.04.2019
1. Das waren
geschenkte Punkte für den Stadtrivalen, um zumindest theoretisch den Klassenerhalt zu wahren. Hätten sie in vergleichbarer Situation auch für Getafe gemacht. Madrid hält zusammen. In der Bundesliga verkommen Revierderbys zu Überlebenskämpfen und Kleinkrieg, um den Nachbarn empfindlich zu schaden, siehe bspw die hässlichen Banner aus der Veltins-Ecke.
gruenerfg 29.04.2019
2. NIcht nur
Zitat von aurichtergeschenkte Punkte für den Stadtrivalen, um zumindest theoretisch den Klassenerhalt zu wahren. Hätten sie in vergleichbarer Situation auch für Getafe gemacht. Madrid hält zusammen. In der Bundesliga verkommen Revierderbys zu Überlebenskämpfen und Kleinkrieg, um den Nachbarn empfindlich zu schaden, siehe bspw die hässlichen Banner aus der Veltins-Ecke.
Kommt immer auf die Punktesituaton an, der FC Bayern hat auch schon Spiele gegen Nürnberg schlecht gespielt, wenn es die Punkte erlaubten.
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