Rebecca Welch Das ist die erste Schiedsrichterin im englischen Profibereich der Männer

Rebecca Welch sorgt für ein Novum in England: Sie soll als landesweit erste Frau ein Spiel im Profifußball der Männer leiten. Für Welch ein positives Signal, besonders für künftige Schiedsrichterinnen.
Schiedsrichterin Rebecca Welch

Schiedsrichterin Rebecca Welch

Foto: Adam Davy / dpa

Zum ersten Mal wird eine Frau als Schiedsrichterin eine Partie im englischen Profifußball der Männer leiten. Rebecca Welch soll am kommenden Montag in der viertklassigen EFL League Two das Spiel zwischen Harrogate Town und Port Vale pfeifen. Welch hatte 2017 das Pokalfinale der Frauen geleitet.

»Ich war mir ursprünglich gar nicht wirklich bewusst, dass ich als erste Schiedsrichterin eingesetzt werde«, sagte die 37-Jährige der Nachrichtenagentur AP. »Ich habe einfach den Auftrag bekommen und mich total gefreut. Aber wenn du dann darüber nachdenkst, merkst du: ›Du bist die erste Frau, die so was jemals macht‹, also bin ich extrem stolz darauf, und meine Familie ist auch extrem stolz.«

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Im Fußball der Männer sind Schiedsrichterinnen in England noch eine Seltenheit. In der Premier League ist Sian Massey-Ellis als Linienrichterin aktiv. Die erste Offizielle im Fußball-Oberhaus überhaupt war Wendy Toms.

Welch sieht nun immerhin einen positiven Trend. »Es zeigt, dass es wirklich Möglichkeiten für junge Mädchen gibt, die sich fragen, ob sie bereit sind, die Pfeife in die Hand zu nehmen oder schon Schiedsrichterinnen sind«, sagte sie. »Sie können darauf hinarbeiten, Schiedsrichterin in der EFL zu werden oder wie Sian Massey-Ellis in der Premier League.«

In Deutschland hatte Bibiana Steinhaus 2007 als Schiedsrichterin in der 2. Bundesliga debütiert und als erste Frau eine Partie im deutschen Profifußball der Männer geleitet. 2017 stieg Steinhaus in die Fußball-Bundesliga auf, im Sommer 2020 beendete sie ihre Karriere nach einem Einsatz im DFL-Supercup aus privaten Gründen.

Derzeit stehen vier DFB-Schiedsrichterinnen auf der Fifa-Liste, seit der Saison 2015/16 ist Riem Hussein in der 3. Liga und damit als zweite deutsche Unparteiische im Profifußball der Männer aktiv.

cev/dpa
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