Referee gesperrt WM-Qualifikationsspiel in Südafrika wird wiederholt

Eine lebenslange Sperre für den Schiedsrichter - und für den Senegal gibt es im November eine zweite Chance: Ein Wiederholungsspiel könnte darüber entscheiden, welches Team aus Afrika-Gruppe D zur WM-Endrunde fährt.

Hlompho Kekana (l.), Sadio Mané (r.)
AFP

Hlompho Kekana (l.), Sadio Mané (r.)


Das Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 2018 zwischen Südafrika und dem Senegal (2:1) vom November des vorigen Jahres wird wiederholt. Das ordnete der Weltverband Fifa an, nachdem der Internationale Sportgerichtshof Cas die lebenslange Sperre gegen den Schiedsrichter der Partie, Joseph Lamptey, wegen Spielmanipulation bestätigt hatte.

Die Fifa hatte den Schiedsrichter aus Ghana bereits im März von allen Wettbewerben auf Lebenszeit ausgeschlossen. Die Partie soll im November wiederholt werden, einen genauen Termin gab der Verband noch nicht bekannt.

Im März hatte die Fifa in einem Statement erklärt, dass Lamptey am 12. November 2016 "unerlaubt Einfluss auf den Ausgang des Spiels" zwischen Südafrika und dem Senegal genommen und damit gegen Art. 69 Abs. 1 des Disziplinarreglements verstoßen habe. Unter anderem hatte Lamptey Südafrika einen überaus fragwürdigen Elfmeter zugesprochen, "obwohl der Ball niemals die Hand des Spielers berührt hat", so auch die Bewertung des Cas.

In der sehr ausgeglichenen Gruppe D führen nach vier von sechs Spieltagen Burkina Faso und Kap Verde mit je sechs Punkten die Tabelle an. Der Senegal hat nun die Möglichkeit, im Wiederholungsspiel an diesen beiden Teams vorbeizuziehen. Ohne die drei Punkte vom 2:1-Spiel gegen den Senegal verfügt Südafrika nur noch über einen Zähler. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für die WM 2018 in Russland.

Der Südafrikanische Fußballverband (Safa) hat bestritten, an den Manipulationen durch den Schiedsrichter beteiligt gewesen zu sein. "Safa stellt kategorisch fest, dass der Verband in keiner Weise mit irgendeinem Fehlverhalten im Zusammenhang mit den Handlungen des Schiedsrichters - wie im Fifa-Bericht angegeben - beteiligt war", hieß es.

chh/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Luscinia007 07.09.2017
1.
Selbstredend war das ne krasse Schiedsrichter-Fehlentscheidung. Aber wegen einem Fehler einen Schiedsrichter auf Lebenszeit sperren, ist doch etwas too much. Wenn es sich um eine absichtliche Fehlentscheidung, also Schiebung oder Wettbetrug handeln würde, wäre das was anderes, und die lebenslange Sperre wäre ok, aber das geht aus dem Artikel nicht hervor. Wenn die Fifa doch bei ihrwer korrupten Führungsriege so entschlusskräftig wäre, wie bei einem Schiedsrichter, würde das den Sport mit Sicherheit weiterbringen.
mrschabak 07.09.2017
2. Geht's noch??
Luscinia007, geht's noch? Dem Schiri wurde eine eindeutige und bewusste Spielmanipulation nachgewiesen! Wenn eine lebenslange Sperre noch nicht mal für so etwas ausgesprochen wird, wann dann? So etwas hat in einem ohnehin schon korrupten Sport nichts zu suchen!
jupp78 07.09.2017
3.
Zitat von Luscinia007Selbstredend war das ne krasse Schiedsrichter-Fehlentscheidung. Aber wegen einem Fehler einen Schiedsrichter auf Lebenszeit sperren, ist doch etwas too much. Wenn es sich um eine absichtliche Fehlentscheidung, also Schiebung oder Wettbetrug handeln würde, wäre das was anderes, und die lebenslange Sperre wäre ok, aber das geht aus dem Artikel nicht hervor. Wenn die Fifa doch bei ihrwer korrupten Führungsriege so entschlusskräftig wäre, wie bei einem Schiedsrichter, würde das den Sport mit Sicherheit weiterbringen.
Doch, genau das steht im Artikel. Was nicht drin steht, ist eine ausführliche Erläuterung wie es zu dem Urteil kommt, dass hier "Spielmanipulation" vorgelegen hat. Aber das braucht es auch nicht "Spielmanipulation" ist etwas anderes als eine Fehlentscheidung. Wen die Details interessieren, der kann sich weitergehend schlau machen und das ausführliche Urteil lesen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.