Ligue 1 Frankreichs Fußball-Clubs verschieben Streik

Die französischen Fußballclubs haben ihren angedrohten Streik vorerst abgesagt. Sie wollten damit gegen die Reichensteuer protestieren, die ab dem nächsten Jahr gelten soll und auch die Vereine belasten wird. Ganz vom Tisch ist die Drohung jedoch noch nicht.

PSG-Profi Ibrahimovic: Doch kein Streik
DPA

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Hamburg - Der Proteststreik im französischen Profi-Fußball gegen die Reichensteuer ist vorerst verschoben. "Wir wollen weiter verhandeln und versuchen, die Krise zu lösen", sagte Jean-Pierre Louvel, der Präsident der Clubvereinigung UCPF.

Bereits am Mittwoch waren Repräsentanten der ersten und zweiten Liga mit Vertretern der Regierung an den Verhandlungstisch zurückgekehrt, nachdem der Fußball-Streik bereits Mitte Oktober für Erst- und Zweitliga Spiele zwischen dem 29. November und 2. Dezember angesetzt worden war.

Hintergrund: Aufgrund der von der Regierung in Paris für das nächste Jahr geplanten 75-prozentigen Abgabe auf Spitzeneinkommen von mehr als einer Million Euro pro Jahr, die die Unternehmen zahlen müssen, bangt der französische Fußball ums Überleben. Die Folgen der Einführung der Reichensteuer würden "dramatisch" sein, hatte die UCPF gewarnt.

Für die Vereine der Ligue 1 würde dies eine Mehrbelastung von insgesamt 44 Millionen Euro bedeuten. Die Clubs hatten deshalb mit Streik gedroht, der jedoch noch nicht endgültig vom Tisch ist. "Wir werden ihn zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, sollten die Verhandlungen über die Rücknahme einer Versteuerung von 75 Prozent scheitern", sagte Louvel.

bka/sid/dpa



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