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Relegationsspiel Hertha-Düsseldorf: Skandal auf dem Platz

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS

Fußball-Bundesliga Chaos bei Relegationsspiel - Hertha steigt ab

Bengalo-Dauerfeuer, Hunderte Zuschauer stürmten auf das Feld: Das Relegations-Rückspiel zwischen Düsseldorf und Hertha BSC Berlin geriet am Abend zur Farce. Beim Stand von 2:2 musste der Schiedsrichter die Partie unterbrechen. Am Ende feierte die Fortuna den Aufstieg.

Hamburg - Kurz vor dem Ende der Relegations-Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin haben Fans in der Arena für ein Chaos gesorgt. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff stürmten Anhänger den Platz. Schiedsrichter Wolfgang Stark musste das Spiel beim Stand von 2:2 (1:1) unterbrechen. Selbst Spieler der Teams gerieten aneinander.

Nach einer minutenlangen Pause, in der Ordner und Spieler die Zuschauer wieder auf die Tribünen zurückdrängen konnten, wurde die Partie wieder angepfiffen. Danach stand die Fortuna als Bundesliga-Aufsteiger fest. "Ich hatte es mir ein wenig anders vorgestellt und bin sehr reserviert. Das ist nicht schön", sagte Fortuna-Abwehrspieler Jens Langeneke. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung legt Berlin Protest gegen die Wertung des Spiels ein.

Für die Gastgeber trafen Maximilian Beister (1. Minute) und Ranisav Jovanovic (59.). Berlins Änis Ben-Hatira erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (22.), sah aber in der 54. Minute die Gelb-Rote Karte. Das 2:2 von Raffael (85.) kam zu spät. Das Hinspiel im heimischen Olympiastadion hatte die Hertha 1:2 verloren.

"Wir sind alle maßlos enttäuscht"

Bereits während der Partie in Düsseldorf hatten gezündete Bengalos aus beiden Fanlagern für minutenlange Unterbrechungen gesorgt. Stark hatte das Spiel allerdings jeweils wieder angepfiffen. Nach dem Schlusspfiff feierten die Fans der Fortuna mit ihrer Mannschaft. Der Club spielt künftig zum ersten Mal seit 1997 wieder in der höchsten deutschen Spielklasse.

Für die Berliner endete eine vollkommen verkorkste Saison mit dem Abstieg standesgemäß. Die Hertha war im vorigen Sommer unter Trainer Markus Babbel in die Bundesliga zurückgekehrt. Der Aufstiegscoach wurde allerdings im Dezember 2011 entlassen- trotz einer Hinrunde mit 20 Punkten. Seinen Nachfolger Michael Skibbe erwischte es im Februar 2012 nach fünf Niederlagen in fünf Pflichtspielen.

Der als Retter verpflichtete Rehhagel hievte den Verein erst am letzten Spieltag durch ein 3:1 gegen 1899 Hoffenheim auf den Relegationsplatz. Nun ist auch seine Mission gescheitert. "Wir sind alle maßlos enttäuscht", sagte Christian Lell.

chp
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