Relegation Paderborn besiegt Osnabrück im Hinspiel

Wichtiger Erfolg für den Drittligisten: Im Relegationshinspiel erkämpfte der SC Paderborn einen knappen Heimsieg gegen Osnabrück. Lange hatte es nach einem torlosen Unentschieden ausgesehen - in der Schlussphase vergab der Gastgeber die Chance auf ein klareres Ergebnis.


Hamburg - Erster Schritt auf dem Weg in Richtung zweite Bundesliga: In einem umkämpften ersten Relegationsspiel siegte der SC Paderborn 1:0 (0:0) gegen den VfL Osnabrück und schaffte sich damit ein knappes Polster für das entscheidende Rückspiel am Montag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Umkämpftes Relegationsduell: Paderborns Krösche (r.) zuerst am Ball
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Umkämpftes Relegationsduell: Paderborns Krösche (r.) zuerst am Ball

Das Tor des Tages erzielte der eingewechselte Frank Löning nach einem Osnabrücker Abwehrfehler in der 78. Minute. Der Angreifer war zu diesem Zeitpunkt gerade neun Minuten auf dem Feld.

"Ich freue mich über das Tor. Wir hatten mehr vom Spiel. Wir wollten ein Ergebnis, das uns alle Möglichkeiten erhält, das haben wir erreicht", sagte SC-Trainer Andre Schubert nach dem Spiel. Kurz vor dem Abpfiff vergaben die Paderborner sogar noch zahlreiche Chancen, das Ergebnis klarer zu gestalten. In der Nachspielzeit schob etwa Sercan Güvenisik den Ball aus kürzester Distanz neben das Tor.

Die Gastgeber hatten über weite Strecken der Partie die größeren Spielanteile, ließen aber beste Möglichkeiten ungenutzt. Mit dem Schwung von zwei Siegen mit 9:0-Toren aus den letzten beiden Liga-Spielen trat das Paderborner Team sehr selbstbewusst auf und ließ keinen Klassenunterschied erkennen.

Relegation 2009

Erstligist - Zweitligist
Cottbus - Nürnberg 0:3 (0:1)
Nürnberg - Cottbus 2:0 (2:0)
Zweitligist - Drittligist
Paderborn - Osnabrück 1:0 (0:0)
Osnabrück - Paderborn 0:1 (0:0)
Die rund 15.000 Fans hätten in der 24. Minute beinahe zum ersten Mal jubeln können, als Enis Alushi nach zwei Doppelpässen frei vor VfL-Torhüger Tino Berbig auftauchte, aber scheiterte. Eine Viertelstunde später traf Jovan Damjanovic nur das Außennetz.

Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte sein Team nach der 1:4-Niederlage am letzten Zweitliga-Spieltag in Duisburg umgestellt und fünf neue Spieler gebracht. Dabei musste er aus Verletzungsgründen auf Spielmacher Pierre De Wit (Kreuzbandriss) und Paul Thomik (Knochenabsplitterung) verzichten. Routinier Thomas Reichenberger saß nur auf der Bank. In der Offensive versuchte er es mit drei Spitzen, echte Torgefahr strahlten diese jedoch nicht aus.

So gab der VfL erst in der 49. Minute durch Mathias Surmann den ersten gefährlichen Schuss ab, der aber über das Tor flog. Besser machten es auch nach dem Seitenwechsel die Paderborner. Alushi zielte zunächst zwar zweimal ebenfalls zu hoch (51., 65. ), der eingewechselte Güvenisik scheiterte bei einem Konter noch an Berbig.

In der 78. Minute nutzte dann aber der erst neun Minuten zuvor eingewechselte Löning einen Fehler von Darlington Omodiagbe, der ausrutschte, und ließ dem Osnabrücker Keeper keine Abwehrchance. "Wir haben durch einen individuellen Fehler verloren. So ein Patzer passiert nicht allzu oft", ärgerte sich Wollitz über das Gegentor.

jok/sid/dpa



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