Zweitliga-Relegation auf dem Betzenberg Dresden bleibt in Kaiserslautern zum 18. Mal in Folge sieglos

Kaiserslautern will mit neuem Trainer aufsteigen, Dynamo Dresden trotz siegloser Rückrunde in der 2. Bundesliga bleiben. Nach dem Hinspiel sind beide Klubs ihrem Ziel nur bedingt näher gekommen.
Lauterns Jean Zimmer, Dresdens Chris Löwe: Noch ist völlig offen, wer kommende Saison in Liga zwei spielt

Lauterns Jean Zimmer, Dresdens Chris Löwe: Noch ist völlig offen, wer kommende Saison in Liga zwei spielt

Foto: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Alexander Neis / IMAGO/Eibner

Nach dem Hinspiel in der Relegation ist völlig offen, ob der 1. FC Kaiserslautern oder Dynamo Dresden kommende Saison in der 2. Fußball-Bundesliga antritt. In einer stimmungsvollen, aber fußballerisch selten überzeugenden Partie trennten sich die Klubs 0:0. Die Lauterer wollen nach Platz drei in der 3. Liga aufsteigen, für Dynamo geht es ein Jahr nach dem Zweitliga-Aufstieg darum, die Klasse zu halten.

Die Konstellation vor dem Hinspiel am Betzenberg war eine besondere: Nicht nur der Zweitliga-16. Dynamo, seit Mitte Dezember ohne Pflichtspielsieg, befand sich in einer sportlich prekären Situation. Auch die Lauterer starteten aus einer Krise heraus ins Spiel. Unter Erfolgstrainer Marco Antwerpen, der den 1. FCK in einem Jahr vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten geformt hatte, gingen die letzten drei Liga-Spiele verloren.

In einer umstrittenen Entscheidung trennte sich Kaiserslautern daher kurzfristig von Antwerpen, Interimscoach Dirk Schuster sollte die Mannschaft auf die Duelle gegen Dresden vorbereiten. Das schien zunächst gut zu funktionieren: Im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion war das Bundesliga-Gründungsmitglied anfangs die offensivere und bessere Mannschaft, eine Hereingabe von Marlon Ritter verpassten Terrence Boyd und Daniel Hanslik nur knapp (13.).

Kopfverletzung bei Dresdens Will

Vor allem aber war der Kampf um die Zweitliga-Zugehörigkeit von harten Zweikämpfen geprägt. Nach einem Zusammenstoß mit Hanslik versuchte Dresdens Paul Will noch einige Minuten, das Spiel fortzusetzen, konnte aufgrund einer Kopfverletzung aber doch nicht weitermachen (21.). Wie Dynamo im Anschluss mitteilte, soll Will über Schwindel geklagt haben.

Lautern hatte weiter mehr Tempo im Spiel, Boyd verfehlte nach einer Hereingabe des auffälligen Ritter aber das Tor (27.). Auch Kenny Prince Redondo durfte eine Ritter-Vorarbeit zum Abschluss bringen, sein Versuch aus 14 Metern aber wurde abgeblockt (29.). Im Anschluss wurde Dresden besser, ohne je wirklich drückend überlegen zu sein. Ein tückischer Kopfball von Christoph Daferner brachte die Gäste dem Torerfolg noch am nächsten (57.).

»Ich glaube, dass es für keinen neutralen Zuschauer ein Leckerbissen war«, sagte Dresdens Chris Löwe nach dem Spiel. »Viele hohe Bälle, viele Kopfballduelle, viele zweite Bälle.« Am Dienstag (20.30 Uhr, TV: Sat1) haben beide Teams in Dresden die Möglichkeit, es besser zu machen.

cev