Loïc Remy Frankreich-Stürmer wechselt nach Konsolen-Duell

Fast zehn Millionen Euro Ablöse, ein fürstliches Gehalt - beim Transfer des französischen Nationalspieler Loïc Remy zum Tabellenletzten in England spielte aber noch ein anderer Faktor eine entscheidende Rolle: Eine Partie auf der Spielkonsole gegen den Geldgeber des Clubs.

Remy im QPR-Trikot: Schon nach 14 Minuten erfolgreich
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Remy im QPR-Trikot: Schon nach 14 Minuten erfolgreich


Hamburg - Man kennt das ja von den Daddel-Abenden mit Kumpels: Aus sonst tiefenentspannten Menschen werden auf einmal wahre Furien, Freundschaften stehen vom Anpfiff an auf der Kippe, manchmal muss auch das Spielgerät leiden - Fußball-Simulationen auf der Spielkonsole können menschliche Abgründe zum Vorschein bringen.

Dass es auch anders geht, hat Tony Fernandes bewiesen. Der 49-Jährige ist Gründer der malaysischen Fluglinie AirAsia sowie Besitzer des Formel-1-Teams Caterham und Hauptanteilseigner des Premier-League-Clubs Queens Park Rangers. Um den Tabellenletzten vor dem Abstieg zu retten, entschied Fernandes gemeinsam mit seinem neuen Trainer Harry Redknapp: Ein Stürmer muss her.

Geld spielt bei Fernandes keine Rolle, Forbes schätzte 2011 sein Vermögen auf 615 Millionen US-Dollar (rund 460 Millionen Euro). So gelang es QPR trotz der prekären Lage, Loïc Remy für sich zu gewinnen und Mitbieter Newcastle United auszustechen. Der 26-Jährige ist französischer Nationalspieler und stand zuletzt bei Olympique Marseille unter Vertrag. Der Kaufpreis von acht Millionen Pfund (rund 9,5 Millionen Euro) war ebenso wenig ein Problem wie die Gehaltsvorstellung in Höhe von 70.000 britischen Pfund (rund 83.000 Euro) pro Woche.

"Die Partie hat mir gezeigt, dass Tony ein guter Mensch ist"

Dass der Deal aber tatsächlich zu Stande kam, lag laut Remy an einem "speziellen Moment" zwischen ihm und Fernandes. Genauer gesagt: einer Partie "Fifa 2013" auf der Spielkonsole. Nachdem beide die vierstündigen Vertragsgespräche beendet hatten, habe man noch eine Partie gegeneinander gespielt, sagte Remy der englischen Zeitung "The Sun". "Es hat Spaß gemacht und mir gezeigt, dass Tony ein guter Mensch ist."

Vereinsboss Philip Beard bestätigte der Zeitung: "Sie hatten viel Spaß. Es war eine gute Gelegenheit für beide, sich besser kennenzulernen."

Die Verpflichtung machte sich gleich in Remys erstem Einsatz bezahlt, in der 14. Minute erzielte er am Sonntag das 1:0 bei West Ham United. Am Ende reichte es allerdings nur zu einem 1:1. Besser war für Remy die virtuelle Partie gegen Fernandes gelaufen, der Franzose war am Ende der Sieger.

Laut Beard lag das aber vor allem am geschäftsmännischen Geschick von Fernandes: "Tony hat ihn gewinnen lassen."

luk



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
symolan 21.01.2013
1.
Zitat von sysopGetty ImagesFast zehn Millionen Euro Ablöse, ein fürstliches Gehalt - beim Transfer des französischen Nationalspieler Loïc Remy zum Tabellenletzten in England spielte aber noch ein anderer Faktor eine entscheidende Rolle: Eine Partie auf der Spielkonsole gegen den Geldgeber des Clubs. http://www.spiegel.de/sport/fussball/remy-transfer-zu-qpr-club-eigentuemer-ueberzeugt-im-konsolen-duell-a-878748.html
Ein Vermögen von 615 Mio. USD mag ja erst nett klingen... Bei den Hobbies die der Mann hat, ist diese Kohle aber auch rasch durch.
some1doe 21.01.2013
2. @1.
Ganz deiner Meinung....bei der Auswahl an Luxushobbies, sind 615 Millionen nix. Einfach garnichts.....das macht schon beim Kommentieren wahnsinnig.
Nonvaio01 21.01.2013
3. ne der hat schon recht
Zitat von some1doeGanz deiner Meinung....bei der Auswahl an Luxushobbies, sind 615 Millionen nix. Einfach garnichts.....das macht schon beim Kommentieren wahnsinnig.
Roman hat geschaetze 800M in Chelsea gepumpt, der Scheich von PSG ist auch schon bei 250M. Wenn man sich diese summen anschaut sind 615M echt nicht viel, das kann in 4 - 5 jahren weg sein.
deggster 21.01.2013
4. Deshalb...
... sind die ja auch Letzter. Hätte der "arme" Mann doch nur mehr als 615 Mios auf dem Konto...
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