DFB-Sportdirektor Dutt "Nicht meine Aufgabe, Konzepte in Frage zu stellen"

Robin Dutt hat als DFB-Sportdirektor einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Der 47-Jährige geht ohne Reformzwang an seine neue Aufgabe. Dutt erklärte, dass er die vorhandenen Strukturen nicht verändern wolle.

Neuer DFB-Sportdirektor Dutt: "Unglaublich reizvolle Herausforderung"
Getty Images

Neuer DFB-Sportdirektor Dutt: "Unglaublich reizvolle Herausforderung"


Hamburg - Eigentlich hatte er sich die Aufgabe gar nicht vorstellen können. Jetzt übt er sie aus. Robin Dutt wurde als Nachfolger von Sammer als DFB-Sportdirektor vorgestellt. Der 47-Jährige beginnt seine Arbeit am 1. August, sein Vertrag läuft bis 2016. "Mit keinem Gedanken hatte ich mich mit der Thematik Sportdirektor beim DFB beschäftigt", sagte Dutt. Dann kam der Anruf von Generalsekretär Helmut Sandrock, und nun wird Dutt "mit jedem Tag heißer auf den Job".

In seiner künftigen Funktion verantwortet Dutt ein ähnliches Aufgabengebiet wie Sammer: die gesamte Jugend- und Talentförderung sowie die Optimierung der Trainerausbildung des Verbandes, inklusive der U21-Mannschaft, für die sein Vorgänger noch nicht zuständig war. Außerdem gehöre zu seinem Bereich die Führung und Steuerung der Trainer der Nachwuchsmannschaften, teilte der DFB mit.

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Joachim Löw und allen anderen DFB-Trainern. Und ich empfinde es als unglaublich reizvolle Herausforderung, mit den größten Talenten unseres Landes den Fußball weiter voranzubringen", sagte Dutt. Er kündigte an, die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen zu wollen. "Es kann nicht meine Aufgabe sein, irgendwelche Konzepte in Frage zu stellen." Stattdessen müsse er bestehende Ideen weiterführen.

Kaiserslautern-Boss Kuntz galt als Favorit auf den Job

Löw ist nach eigenen Angaben "froh, dass der DFB so schnell und gut gehandelt und diese kompetente Lösung gefunden hat", sagte er. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit." Zwischen Löw und Dutts Vorgänger Sammer war es in der Vergangenheit immer wieder zu Spannungen gekommen, auch wenn sich beide zuletzt arrangiert hatten. Dem DFB ist daher an einem guten Verhältnis zwischen Bundestrainer und Sportdirektor gelegen.

"Ich bin mir sicher, dass Robin Dutt mit seinen Qualitäten die erfolgreiche Arbeit von Matthias Sammer fortsetzen und aufgrund seiner Erfahrung neue Impulse einbringen kann", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Bayer Leverkusen hatte sich am 1. April von Dutt als Trainer getrennt. Zuvor hatte der 47-Jährige von 2007 bis 2011 erfolgreich den SC Freiburg gecoacht und 2009 in die Bundesliga geführt.

Die Ernennung von Dutt kommt etwas überraschend. Zuletzt war auch der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Stefan Kuntz, als möglicher Sportdirektor gehandelt worden. Er war der Favorit auf den Posten, sagte aber nach Informationen von SPIEGEL ONLINE von sich aus ab.

leh/dpa/sid



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Nonvaio01 25.07.2012
1. muss er auch nicht
Zitat von sysopGetty ImagesRobin Dutt hat als DFB-Sportdirektor einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Der 47-Jährige geht ohne Reformzwang an seine neue Aufgabe. Dutt erklärte, dass er die vorhandenen Strukturen nicht verändern wolle. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,846333,00.html
Sammer hat ja schon alles in die richtigen Bahnen geleitet was jugendfoerderung angeht.
maxlmorlock 25.07.2012
2. dutt und loew,....
..die freiburger clique.
lemmiecaution 25.07.2012
3.
Zitat von sysopGetty ImagesRobin Dutt hat als DFB-Sportdirektor einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Der 47-Jährige geht ohne Reformzwang an seine neue Aufgabe. Dutt erklärte, dass er die vorhandenen Strukturen nicht verändern wolle. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,846333,00.html
Es ist faszinierend, wie totales Scheitern im Fußball immer wieder belohnt wird. In der Buli jämmerlich versagt - beste Qualifikation für einen hochbezahlten Posten beim DFB...
somasemapsyches 25.07.2012
4. Da reden dann beide in feinstem Zwirn
Zitat von maxlmorlock..die freiburger clique.
von dem unglaublichen Ptenzial der Mannschaft und fliegen wie gehabt irgendwann raus. Mit Sammer hätten wir garantiert das Endspiel erreicht.
somasemapsyches 25.07.2012
5. Siehe Löw
Zitat von lemmiecautionEs ist faszinierend, wie totales Scheitern im Fußball immer wieder belohnt wird. In der Buli jämmerlich versagt - beste Qualifikation für einen hochbezahlten Posten beim DFB...
ZWEIMAL entscheidend versagt...Meister im Schönreden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.