Ronaldo-Präsentation in Madrid Ankunft eines Superstars

Ausverkauftes Stadion und eine Stadt im Ausnahmezustand: Bei der offiziellen Präsentation feierten 80.000 Fans Real Madrids neuen Topmann Cristiano Ronaldo. Der hatte zuvor im Beisein aller 15 Real-Vorstände seinen Sechsjahresvertrag unterzeichnet.


Hamburg - Cristiano Ronaldo wurde vor 80.000 begeisterten Fans im ausverkauften Estadio Santiago Bernabeu bei Real Madrid öffentlich vorgestellt. "Ich bin sehr glücklich, bei Real zu sein. Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung, hier zu spielen", sagte der portugiesische Stürmerstar, der für 94 Millionen Euro von Manchester United nach Madrid gekommen ist. "Für Real Madrid ist es eine Ehre, einen der besten Spieler aller Zeiten jetzt bei uns zu haben", sagte Real-Präsident Florentino Perez, der nach seiner Rückkehr mit Ronaldo, dem Brasilianer Kaka (65 Millionen) und dem Franzosen Karim Benzema (35 Millionen) eine zweite Ära der "Galaktischen" einläuten will.

Schon seit dem Morgen war ganz Madrid im Ronaldo-Fieber. "Der Tag ist gekommen", titelte die Sportzeitung "AS" vor der Ankunft des teuersten Spielers der Welt bei Real Madrid. Der erste öffentliche Auftritt des Weltfußballers im Bernabeu-Stadion am Abend wurde vor mehr als 600 akkreditierten Journalisten zu einem Massenauflauf wie bei einem Spitzenspiel.

Aus ganz Spanien waren die Fans angereist, einige hatten bereits seit 12 Uhr mittags dem Öffnen der Stadiontore entgegengefiebert - bei Temperaturen von 35 Grad. Wie ein Staatsgast war der Superstar am Vormittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Madrider Militärflughafen Torrejon gelandet und wurde auf geheimen Wegen zum Medizincheck sowie einem Interview mit dem vereinseigenen TV-Sender gefahren.

Auf Schritt und Tritt begleitet wurde Ronaldo von Reals Generaldirektor Jorge Valdano, der den Mega-Transfer vom englischen Meister Manchester United zu den Königlichen eingefädelt hatte. Um 19 Uhr unterschrieb Ronaldo dann im Beisein aller 15 Real-Vorstände in den Geschäftsräumen des Vereins seinen Sechsjahresvertrag, bevor er sich um 21 Uhr erstmals seinen neuen Fans präsentierte.

jar/sid



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Schwabenpower 14.06.2009
1.
Zitat von sysopErfolg um fast jeden Preis: Kaká, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und David Villa - Real Madrid will Rekordsummen in neue Stars investieren. Damit pumpt der Verein riesige Summen in den Markt. Was denken Sie - macht Madrid damit den Fußball kaputt?
Ist Geld im Markt nicht positiv?
ttx 14.06.2009
2.
Zitat von sysopErfolg um fast jeden Preis: Kaká, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und David Villa - Real Madrid will Rekordsummen in neue Stars investieren. Damit pumpt der Verein riesige Summen in den Markt. Was denken Sie - macht Madrid damit den Fußball kaputt?
Nein, das hat Chelsea auch nicht geschafft. Was Real bewirken wird ist, zumindest für diese Transferperiode die Preise auch für kleinere Clubs zu versauen. Nächstes Jahr dürfte sich der Markt aber wieder beruhigt haben. Was ich witzig finde ist, wieviele jetzt ihr Robin-Hood-Gen entdeckt haben und sich entrüsten, solche Preise in so einer ach so schlimmen Zeit seien doch "nicht richtig" (O-Ton Metzelder). Mir kommen gleich die Tränen. Real Madrid ist ein Fußballverein und nicht die Caritas.
q.e.d. 14.06.2009
3.
Zitat von sysopErfolg um fast jeden Preis: Kaká, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und David Villa - Real Madrid will Rekordsummen in neue Stars investieren. Damit pumpt der Verein riesige Summen in den Markt. Was denken Sie - macht Madrid damit den Fußball kaputt?
Was verstehen Sie denn unter Fußball? Die Champions League, die inzwischen primär als Notenpresse dient? Spieler wie Kaka oder der überschätzte Ronaldo sind für 99,9% aller Vereine doch eh unbezahlbar. Direkt schädigt Perez da niemandem. Höchstens indirekt, indem nun Milan und ManUtd genug Flüssigkapital haben, um verhältnismäßig kleinere Spieler wie Edin Dzeko problemlos holen zu können. Aber ob sie dass nicht eh sowieso getan hätten ist wieder eine andere Frage. Die zweistelligen Millionentransfers der Spanier, Italiener und auch Engländer fußen doch schon lang nicht mehr auf reelem Geld, das der Verein hat, sondern auf Schulden, Schulden und nochmals Schulden. Ob hier jetzt der o.g. Dzeko auf Basis der Kaka-Millionen oder mit Hilfe eines Kredits geholt wird, schadet oder rettet auch nichts mehr. Aber um auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Nein, "meinem" KSC mit seinem 8-Millionen-Etat schadet es nicht. Dem Dorfklub auch nicht. Vielleicht sind das aber auch gar keine Fußballvereine der neuen Generation mehr, sondern schlichterdings Fußballvereine.
ctulhu 14.06.2009
4.
Kann mich meinem Vorredner q.e.d. nur anschließen. Real macht den Fussball nicht kaputt. Das haben die Vereine ganz von allein bereits vorher geschafft. Mit ihrem Kunstprodukt Champions League. Das ihren Namen nicht verdient, weil dort nicht die Meister vertreten sind, sondern der reine europäische Geldadel. Real führt nur das konsequent aus, was das Ziel der CL war. Maximales Geld einnehmen, um es wieder auszugeben. Und dem Rest keine Luft zum Atmen zu geben. Zumindest das haben die 12 größten Vereine Europas effektiv geschafft. Egal, wer sich darüber empört, ob jetzt die Macher aus Barcelona, aus München oder Manchester - es ist einfach nur verlogen. Alle haben fleißig mitgemacht und das System gestützt. Real macht es aktuell nur am kosequentesten. Weil sie es sich leisten können. Und es iss ja nicht so, dass nicht ein Teil des Geldes über Verkäufe auch wieder reinfließt. Mit ähnlich irren Summen, die der Rest zahlt. Dem ehrlichen Fussball schadet er nicht. Weil es ihn kaum betrifft. Nur dem Pseudotollen Fussball - also der CL - schadet es sehr wohl. Weil es die komplette Spannung aus diesem Wettbewerb nimmt. Vor den Viertelfinals lohnt es sich nicht mehr zu schauen. Weil die Ausgänge der Gruppenphasen eh vorhersehbar sind. Überraschungseffekte = 0. Wenn man international wirklich interessanten und spannenden Fussball sehen will, dann bleibt - leider - nur noch der Uefa-Cup übrig. Sicherlich, der CL-Fussball iss technisch interessanter. Aber im Uefa-Cup kann wirklich jeder gewinnen. In der CL spielen es ManU, Pool, Real und Barca untereinander aus. Und wenn einer von den 4ren schwächelt, dann springt mit dem AC ein weiterer europäischer Riese ein. Gähnend langweilig....
ttx 14.06.2009
5.
Zitat von ctulhuKann mich meinem Vorredner q.e.d. nur anschließen. Real macht den Fussball nicht kaputt. Das haben die Vereine ganz von allein bereits vorher geschafft. Mit ihrem Kunstprodukt Champions League. Das ihren Namen nicht verdient, weil dort nicht die Meister vertreten sind, sondern der reine europäische Geldadel. Real führt nur das konsequent aus, was das Ziel der CL war. Maximales Geld einnehmen, um es wieder auszugeben. Und dem Rest keine Luft zum Atmen zu geben. Zumindest das haben die 12 größten Vereine Europas effektiv geschafft. Egal, wer sich darüber empört, ob jetzt die Macher aus Barcelona, aus München oder Manchester - es ist einfach nur verlogen. Alle haben fleißig mitgemacht und das System gestützt. Real macht es aktuell nur am kosequentesten. Weil sie es sich leisten können. Und es iss ja nicht so, dass nicht ein Teil des Geldes über Verkäufe auch wieder reinfließt. Mit ähnlich irren Summen, die der Rest zahlt. Dem ehrlichen Fussball schadet er nicht. Weil es ihn kaum betrifft. Nur dem Pseudotollen Fussball - also der CL - schadet es sehr wohl. Weil es die komplette Spannung aus diesem Wettbewerb nimmt. Vor den Viertelfinals lohnt es sich nicht mehr zu schauen. Weil die Ausgänge der Gruppenphasen eh vorhersehbar sind. Überraschungseffekte = 0. Wenn man international wirklich interessanten und spannenden Fussball sehen will, dann bleibt - leider - nur noch der Uefa-Cup übrig. Sicherlich, der CL-Fussball iss technisch interessanter. Aber im Uefa-Cup kann wirklich jeder gewinnen. In der CL spielen es ManU, Pool, Real und Barca untereinander aus. Und wenn einer von den 4ren schwächelt, dann springt mit dem AC ein weiterer europäischer Riese ein. Gähnend langweilig....
Hmmm.. http://de.wikipedia.org/wiki/UEFA_Champions_League_2003/04#Finale
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