Pleite gegen Island Hodgson tritt nach englischem EM-Aus zurück

Roy Hodgson hat die Konsequenzen aus der sensationellen EM-Pleite gegen Island gezogen und seinen Abschied als Trainer der englischen Nationalmannschaft verkündet.

Roy Hodgson (r.) und Wayne Rooney gehen getrennte Wege
AP

Roy Hodgson (r.) und Wayne Rooney gehen getrennte Wege


Englands Trainer Roy Hodgson ist zurückgetreten. Dies verkündete der 68-Jährige unmittelbar nach der 1:2-Niederlage der Three Lions gegen den krassen Außenseiter Island in Nizza. "Es ist Zeit für jemand anderen, um zu übernehmen", sagte Hodgson, dessen Vertrag nach der EM ohnehin auslief.

Hodgson hatte schon nach der Vorrunde, die seine Mannschaft nur auf Platz zwei hinter Wales beendete, wegen verschiedener Personalentscheidungen unter Druck gestanden. Er werde nicht um seinen Posten "betteln", hatte Hodgson einen Tag vor dem Achtelfinal-K.o. betont.

Hodgson hatte das Amt im Mai 2012 kurz vor der EM in Polen und der Ukraine übernommen und England damals bis ins Viertelfinale geführt. Bei der WM 2014 in Brasilien war er mit dem Team bereits in der Vorrunde gescheitert.

krä/sid



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
manicmecanic 27.06.2016
1. Vikings GOOOOO!
Die Insulaner der kleinen Insel waren ja durchaus schon positiv aufgefallen aber das war ja wohl eine fette Überraschung wie die die Briten weichgekocht haben.
Europa! 27.06.2016
2. Brexit auf stilvolle Art
Die englische Mannschaft und ihr Trainer haben dem britischen Nationalismus eine klare Absage erteilt und auf honorige Weise gegen grandiose Isländer verloren. Ein subtiles, aber deutliches Zeichen.
waldschrat_72 27.06.2016
3. Spätestens nach dem heutigen Spiel..
..ist klar, dass es in diesem Turnier für niemanden eine Schande ist, gegen Island zu verlieren. Die Wikinger spielen zur Zeit getragen von der eigenen Erfolgswelle. Physisch stark und konditionell unermüdlich laufend wie die Duracell-Häschen. Ganz nebenbei auch noch technisch wirklich zeitweise brillant. Falls das Wunder geschehen sollte, und wir diese Mannschaft im Halbfinale bekommen sollten, haben auch wir das noch lange nicht gewonnen. Jedenfalls sind genau solche Aussenseiterläufe doch das, warum man sich solche Turniere immer wieder gerne anschaut. Der Trainerausstieg in England: eine Geringschätzung des einfach stärkeren Gegners am heutigen Abend. Und: England hat ebenfalls stark und unglaublich schnell gespielt. Die Isländer waren schlicht besser.
Sal.Paradies 28.06.2016
4. Reicht nicht
Gut für Enlgand, dass der alte Mann endlich geht. Was geht im Kopf eines Trainers vor, der bis zur 86.Min wartet, um mit einer Auswechslung doch noch die Wende zu schaffen? Aber der Abgang Hodgson alleine reicht leider nicht aus. Wer solche Torhüter hat, wird auch die nächsten 50 Jahre um keinen Titel mitspielen. Echt krass, welche Aussetzer Hart immer wieder generiert! Warum kaufen die Engländer eigentlich nicht mal 1-2 "deutsche" Torhüter und bürgern die ein? Faktisch jeder aus der 1.Liga käme da in Frage und wäre definitiv eine Verbesserung für England. Aber Hart alleine ist ja auch nicht der Schuldige, wenn man die "Leistungen" vieler Spieler betrachtet. Rooney und Kane bekommen selbst völlig unbedrängt und bei ruhendem Ball keinen Ball ordentlich zum eigenen Mann, sondern avisieren immer wieder perfekt den Weg zur Aussenbande. Und wieder zeigt sich einmal, dass eine gute Qualifikation nix wert ist. Immer wenn das Turnier beginnt, stürzen die Löwen famos ab und erreichten gestern den absoluten Tiefpunkt mit dem Ausseiden gegen Island und die Resteuropäer haben für die nächsten 25 Jahre wieder einen neuen Kalauer für die Männer von der Insel.... ;-)
viceman 28.06.2016
5. der rücktritt ist ja wohl ,
das mindeste. es sollten aber noch ein paar dieser verweichlichten fußballmillionäre zurücktreten. wenn ich mir vorstelle, diese leute verdienen ihr geld damit, dann kann ich nur mit dem kopf schütteln. der trainer nimmt, die einzigen, die noch etwas "reißen" könnten erst wenige minuten vor schluß rein , also ... es zeigte sich mal wieder, daß fußball ein manschaftssport ist und damit immer auch underdogs ihre chance haben!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.