Roy Keane "Habe mich für nichts zu entschuldigen"

Das Theater um Irlands Kapitän Roy Keane scheint zu Ende zu sein. Keane wird nach dem Rauswurf durch Teammanager Mick McCarthy nun endgültig nicht zur Mannschaft zurückkehren.


Rückkehr auf englischen Boden: Irlands Star Roy Keane auf dem Flughafen in Heathrow
AP

Rückkehr auf englischen Boden: Irlands Star Roy Keane auf dem Flughafen in Heathrow

Manchester/London - "Entschuldigen? Ich habe mich für nichts zu entschuldigen. Wenn überhaupt, dann müssen sich andere bei mir entschuldigen", sagte der 30 Jahre alte Kapitän des deutschen WM-Vorrundengegners, der nach seiner Kritik an der Turniervorbereitung von McCarthy kurzerhand aus dem Mannschaftskader geworfen wurde. Nach seiner Rückkehr ins nordenglische Cheshire zeigte er sich in einem Interview mit der "Mail on Sunday" unversöhnlich.

"Ich werde nächste Woche nach Irland zurückkehren und die Hauptstraße von Cork mit erhobenem Kopf entlang gehen. Ich muss mich für nichts schämen", sagte er. Am 5. Juni treffen Deutschland und Irland im japanischen Ibaraki in der Vorrunde aufeinander. Die Kicker von der "grünen Insel" müssen dann endgültig ohne Keane auskommen. Der Mittelfeldspieler von Manchester United erteilte den Bemühungen von Irlands Premierminister Bertie Ahern, zwischen dem Coach und dem Spielführer zu vermitteln, eine klare Absage. "Nachdem, was passiert ist, gibt es keine Chance, nicht in einer Million Jahren. Ich werde nicht nach Japan zurückkehren", sagte der Routinier. Er hatte sich zuvor kritisch über die Trainingsbedingungen auf einer Insel im Pazifischen Ozean geäußert.

Den Coach nicht als "Engländer" beschimpft


Für sein Heimatland wird Keane erst wieder auflaufen, wenn McCarthy nicht mehr im Amt ist. Gleichzeitig gestand er ein, den Coach beleidigt zu haben. Er sei "kein Engel" gewesen, beteuerte allerdings, er habe den Teammanager keineswegs beschimpft, in dem er ihn als "Engländer" bezeichnet hatte.

Irland kann für Keane bis einen Tag vor dem ersten WM-Spiel nur dann einen neuen Spieler nachnominieren, wenn Keane auf Grund einer Verletzung nach Hause gereist sein sollte. Dies ist jedoch nicht der Fall, so dass die Iren wohl mit 22 WM-Spielern auskommen müssen.



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