Wegen Schiedsrichterkritik DFB verurteilt Völler zu Geldstrafe

Rudi Völler muss zahlen: Wegen seiner scharfen Kritik an einem Schiedsrichter hat der DFB Bayer Leverkusens Sportdirektor zu 8000 Euro Strafe verurteilt. Für Völler war es nicht die erste Sanktion dieser Art.

Leverkusen-Sportdirektor Völler: "Als ich die Bilder sah, kam es in mir hoch"
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Leverkusen-Sportdirektor Völler: "Als ich die Bilder sah, kam es in mir hoch"


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Rudi Völler zur Kasse gebeten. Wegen seiner Schiedsrichterschelte nach dem Bundesliga-Spiel beim Hamburger SV (1:2) muss der Sportdirektor von Bayer Leverkusen 8000 Euro Strafe zahlen. Zum Verhängnis wurde ihm ein Interview, das er am 6. April, zwei Tage nach der Pleite in Hamburg, dem Fernsehsender Sport1 gegeben hat.

Darin hatte Völler Schiedsrichter Bastian Dankert scharf attackiert. "Der 13. Mann des HSV war Herr Dankert. Wenn der HSV den Antrag stellt, dass Herr Dankert noch eines der letzten Spiele pfeift, werden sie definitiv nicht absteigen", hatte Völler unter anderem gesagt.

Völler erklärte seine Aussagen mit einem spontanen Gefühlsausbruch. "Eigentlich wollte ich dazu nichts mehr sagen. Dann wurde ich telefonisch in die Sendung zugeschaltet. Als ich die Bilder noch mal sah, ist es noch mal in mir hochgekommen. Es waren zwei klare Elfmeter, wir hätten das Spiel gewonnen", sagte er bild.de.

Für Völler war es nicht die erste Geldbuße. Im Oktober 2011 war der 53-Jährige für Kritik an Schiedsrichter Günter Perl zu 10.000 Euro Strafe verurteilt worden. 2005 hatte sich Völler nach einer Partie gegen Wolfsburg mit Schiedsrichter Peter Sippel angelegt. Damals einigte er sich mit dem DFB darauf, keine Strafe zu zahlen, sondern 3000 Euro zu spenden.

mon/sid

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