FC Bayern Guardiola geht - Ancelotti wird sein Nachfolger

Trainer Pep Guardiola wird seinen auslaufenden Dreijahresvertrag beim deutschen Rekordmeister Bayern München nicht verlängern. Dies bestätigte der Klub. Die Nachfolge tritt der Italiener Carlo Ancelotti an.

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Pep Guardiola wird seinen Vertrag beim FC Bayern München nicht über das Saisonende hinaus verlängern. Neuer Trainer beim deutschen Fußball-Rekordmeister wird zum 1. Juli 2016 der Italiener Carlo Ancelotti. Diese erwarteten Personalien bestätigte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einer Mitteilung des Vereins.

"Wir sind Pep Guardiola dankbar für alles, was er unserem Verein seit 2013 gegeben hat", sagte Rummenigge. "Ich bin überzeugt, dass Pep und unsere Mannschaft jetzt noch intensiver daran arbeiten werden, die großen sportlichen Ziele zu erreichen - gerade, weil nun feststeht, dass Pep den FC Bayern verlassen wird."

Trainer Ancelotti: Neuer Trainer des FC Bayern
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Trainer Ancelotti: Neuer Trainer des FC Bayern

"Carlo Ancelotti", so Rummenigge weiter, "hatte als Trainer überall Erfolg. Carlo ist ein ruhiger, ausgeglichener Fachmann, der mit Stars umgehen kann und einen variantenreichen Fußball spielen lässt - das haben wir gesucht, das haben wir gefunden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit." Guardiola äußerte sich bisher nicht zu seinem Abgang, er reist am heutigen Sonntag in seiner Heimat nach Barcelona, um dort Weihnachten zu verbringen.

Der Italiener war zuletzt Trainer bei Real Madrid, wurde im vergangenen Mai nach einer Saison ohne Titel entlassen. Davor war Ancelotti bereits bei Paris Saint-Germain, dem FC Chelsea, dem AC Mailand, Juventus Turin und dem AC Parma als Coach tätig. Neben nationalen Titeln in England, Italien, Frankreich und Spanien gewann der 56-Jährige dreimal die Champions League - einmal mit Madrid (2014) und zweimal mit dem AC Mailand (2003 und 2007).

Durch den Trainerwechsel endet im Sommer eine der spannendsten und erfolgreichsten Verbindungen im Weltfußball. In seinen bisherigen zwei Spielzeiten gewann Guardiola zweimal die Meisterschaft, einmal den DFB-Pokal, einmal den Uefa-Supercup und einmal den Weltpokal. Zur Winterpause der aktuellen Saison sind die Bayern Herbstmeister in der Liga und sowohl in DFB-Pokal als auch in der Champions League noch dabei. Seit er 2013 bei den Bayern unterschrieb, verpasste Guardiola jedoch das große Ziel, das "Triple", beide Male.

Mit 14 Titeln in vier Jahren mit dem FC Barcelona war er nach einer einjährigen Pause nach München gewechselt und schlug dafür unter anderem lukrative Angebote vom FC Chelsea oder Manchester City aus. Der Spanier beerbte Jupp Heynckes, der zum Abschluss seiner Trainerkarriere mit den Bayern die Champions League gewonnen hatte. Das gelang Guardiola nicht: Im ersten Jahr scheiterte er an Real Madrid und im zweiten an seinem Ex-Klub Barcelona - beide Male im Halbfinale.

In der Liga war Bayern hingegen dominanter denn je. Vollkommen konkurrenzlos wurde das Team in Guardiolas erster Amtszeit bereits am 27. Spieltag im März Meister, das war zuvor noch keinem Verein gelungen. Im zweiten Jahr feierte München "erst" am 30. Spieltag die Meisterschaft, verpasste zudem das DFB-Pokalfinale. Das hatte Guardiola im Jahr zuvor noch in der Verlängerung gegen Borussia Dortmund gewonnen.

Im dritten und nun letzten Jahr hat Bayern so gute Chancen wie nie, das Ziel "Triple" doch noch zu verwirklichen: Acht Punkte Vorsprung in der Liga auf Verfolger Dortmund , Viertelfinale im DFB-Pokal, Achtelfinale in der Champions League, in allen Wettbewerben Favorit auf den Titel. Zum Winter sind alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Guardiola seine Mission erfüllt. Und nach der nun feststehenden Trennung im Sommer ist auch klar: Es wird seine letzte Chance.

aev/ron/krä/dpa

insgesamt 161 Beiträge
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Orthoklas 20.12.2015
1. Nicht gut
Schade! Ancelotti passt wohl kaum zu Bayern... Geben wir ihm auf jeden Fall die Chance, die er verdient.
volkerrachow 20.12.2015
2. Trainer
(Menschen) kommen und gehen. Mir wird nur speiübel bei den Geldsummen, die für diese völlig überbewerteten und überschätzen Trainer und.auch Spieler gezahlt wird.
majonga 20.12.2015
3. ancelotti??
Schade denn guardiola war ein guter Trainer. Dann den guardiola mit ancelotti zu tauschen schade. Dass ist ein Rückschritt. Eine grosse Mannschaft braucht einen grossen Trainer. Da wäre mir der Mourinho lieber als wie der ancelotti. schwach Bayern. Die Bayern werden schlechte Jahre erleben.
MarkusW77 20.12.2015
4.
Na dann war das geeiere eher peinlich. Ich hätte gedacht, er bleibt. So hätte er das auch eher sagen können. Aber halt jeder wie er meint.
wahrsager26 20.12.2015
5. Trainer
Was soll man sagen nach der Zeit der Spekulationen?Endlich hat die Seele ihre Ruhe!Danke
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