Fußball Russland und Slowakei qualifizieren sich für EM

Die EM-Teilnehmer Nummer 17 und 18 stehen fest: Russland und die Slowakei fahren nach Frankreich. Eine makellose Bilanz feierte England. Und in Österreich gab es Bierduschen für den Trainer.

Russischer Nationaltrainer Slutskiy (l.), Kapitän Shirokov: Als Gruppenzweiter zur EM
Getty Images

Russischer Nationaltrainer Slutskiy (l.), Kapitän Shirokov: Als Gruppenzweiter zur EM


Die Slowakei und Russland haben ihre Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich perfekt gemacht. Für die Slowaken, die sich am Montagabend 4:2 (3:0) in Luxemburg durchsetzten, ist es die erste EM-Endrunde.

Punktgleich gingen die Slowakei und die Ukraine in den letzten Spieltag. Nach zuletzt drei Spielen ohne Tor machten es die Slowaken in Luxemburg schnell besser - schon zur Halbzeit lagen sie 3:0 vorn. Für die Ukraine war damit früh klar, dass wohl selbst ein Sieg gegen Gruppensieger und Titelverteidiger Spanien nicht reichen würde. Nach einem Tor von Mario Gaspar setzte es eine 0:1 (0:1)-Niederlage. Als letzte Hoffnung bleibt der Ukraine die Playoff-Runde.

Erst eine EM-Endrunde haben die Russen bisher verpasst - und im kommenden Jahr wird keine weitere dazukommen. Mit einem 2:0 (2:0) gegen Montenegro verteidigte der Ausrichter der WM 2018 den zweiten Platz in der Gruppe G. Verfolger Schweden droht hingegen trotz eines 2:0 (1:0) gegen Moldawien erstmals seit der EM 1996 die Zuschauerrolle, das Team um Superstar Zlatan Ibrahimovic muss in die Playoffs.

Gruppensieger Österreich konnte schon vor dem abschließenden Duell gegen Liechtenstein eine ausgelassene Party feiern. "Allez, allez", hieß es in einer riesigen rot-weiß-schwarzen Choreographie auf den Rängen des Wiener Ernst-Happel-Stadions. Nach dem 3:0 (1:0) stimmten auch die Spieler ein und bedachten ihren Teamchef Marcel Koller mit Bierduschen. Österreich überstand die Qualifikation ohne eine einzige Niederlage.

Österreichs Nationaltrainer Koller: Bierdusche von Bayern-Profi David Alaba
DPA

Österreichs Nationaltrainer Koller: Bierdusche von Bayern-Profi David Alaba

Eine makellose Bilanz sicherte sich England beim 3:0 (2:0) in Litauen. Die "Three Lions" feierten in zehn Spielen zehn Siege. "Wir sind das neue Deutschland", jubelte Ex-Nationalspieler Gary Lineker bei Twitter. Die Treffer erzielten die Nachwuchsstars Ross Barkley und Alex Oxlade-Chamberlain sowie der litauische Torwart Giedrius Arlauskis mit einem Eigentor. Die schon vor dem Spiel qualifizierte Schweiz quälte sich in der Nachspielzeit zu einem 1:0-Sieg in Estland. Den Playoff-Platz festigte Slowenien mit einem 2:0 (0:0) in San Marino.

Mit Russland und der Slowakei stehen insgesamt 18 der 24 Teilnehmer der EM-Endrunde 2016 (10. Juni bis 10. Juli) fest. Nach Ende der Qualifikation am Dienstag werden es 20 sein, die letzten vier werden in Playoff-Spielen ermittelt. Die K.o.-Duelle, an denen die acht Gruppendritten (außer dem besten Gruppendritten) teilnehmen, werden am 18. Oktober ausgelost und zwischen dem 12. und 17. November ausgespielt.

Die bisher feststehenden Teilnehmer für die EM 2016:

Frankreich (Gastgeber)
England
Tschechien
Island
Österreich
Nordirland
Portugal
Schweiz
Spanien
Italien
Belgien
Wales
Rumänien
Albanien
Deutschland
Polen
Russland
Slowakei

ham/dpa



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Emmi 13.10.2015
1. Wer die mangelnde Chancenverwertung der DFB-Elf moniert hat...
Wer die mangelnde Chancenverwertung der DFB-Elf moniert hat, hätte sich mal das Spiel Ukraine-Spanien ansehen sollen! Was die Ukrainer da versemmelt haben (und die Spanier an Chancen zugelassen haben!) geht auf keine Kuhhaut. Das Spiel hätte 7:3 für Ukraine ausgehen müssen! (Spanien hat dabei noch 1 11Meter vergeben...).
apajat 13.10.2015
2.
Ich habe zwar das spiel der ukraine nicht gesehen..aber im puncto chancenversemmeln kann ich mich beim spiel russland montenenegro sagen ,dass was die russen verballert haben auch schon echt haarig war...spricht die deutschen sind nicht allein mit dem dilemma..für sie ist es nur ungewohnt..
dorffburg 13.10.2015
3. Da bin ich ja froh,
dass dies nicht der ESC ist: Sonst würde man sicher gleich vermuten, dass die früheren Ostblockländer sich gegenseitig die Tore (und damit die Punkte) zuschanzen. Ach halt, die sind ja hier in der Unterzahl. Ironie aus.
benutzer475 13.10.2015
4. Sieg gegen Spanien hätte wohl ausgereicht
"Für die Ukraine war damit früh klar, dass wohl selbst ein Sieg gegen Gruppensieger und Titelverteidiger Spanien nicht reichen würde." Das ist nicht richtig. Denn mit einem Sieg wären sie höchstwahrscheinlich stärkster Gruppendritter und hätten somit nicht in die Playoffs gemusst. Nur die Türkei hätte das mit einem Sieg über Island mit mindestens 5 Toren Differenz verhindern können bei gleichzeitigem Sieg Kasachstans über Lettland, damit der Gruppenletzte tauscht.
Chief_Wiggum 13.10.2015
5. Baron von Schulenberg
benutzer475: Meiner Meinung nach ist Ungarn als bester Gruppendritter durch. Es werden ja deren Ergebnisse gegen Griechenland gestrichen. Und das waren ein Remis und eine Niederlage. Ergo verlieren sie lediglich einen Punkt, während andere Teams in der Regel 6 Punkte verlieren.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.