Khedira widerspricht Petersen "Es ist niemandem verboten, sich fortzubilden"

Verblödet man als Fußballer? Freiburgs Nils Petersen hat das zumindest behauptet und damit eine Debatte ausgelöst. Weltmeister Sami Khedira sieht das deutlich anders.

Sami Khedira
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Sami Khedira


Nationalspieler Sami Khedira von Juventus Turin hat dem Freiburger Stürmer Nils Petersen in der Diskussion über eine vermeintliche "Verblödung" der Fußballprofis widersprochen. "Es wird niemandem verboten, sich fortzubilden", sagte der Mittelfeldspieler am Rande einer Preisverleihung in München.

Khedira betonte: "Es geht über ein Fernstudium. Und man trifft, wenn man will, unheimlich interessante Menschen außerhalb des Fußballs. Man kann sich auch sozial engagieren. Die Türen stehen offen."

Petersen hatte zuvor in einem Interview erklärt, "wir Fußballer" seien "nicht so belesen. Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren. Manchmal schäme ich mich, weil ich so wenig Wissen von der Welt besitze."

Video: Khedira warnt vor Arroganz bei WM

aha/sid



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spmc-125536125024537 14.12.2017
1. Khedira hat recht
wenn man fünf Stunden am Tag trainiert, sollte genug Zeit für die persönliche Fortbildung bleiben.
Bueckstueck 14.12.2017
2. Khedira hat recht
Petersen hat nur seine persönliche Situation beschrieben, er kann doch seine Antriebslosigkeit abseits des Berufs nicht auf alle anderen ummünzen.
_derhenne 14.12.2017
3.
Der Herr Petersen scheint ja wohl einen wunden Puntk getroffen zu haben, anders lässt sich das doch recht große Echo nicht erklären. Khediras Antwort zielt jedenfalls daneben, denn es ging Petersen ausdrücklich nicht nur um die eigene Situation ("Verblödung"), sondern um das ganze Umfeld des Profifußballs. Natürlich kann er sich selbst bilden, das ändert aber nichts an der Ihn offenbar langweilenden Umgebung.
Pela1961 14.12.2017
4. Kedhira
hat da nicht Unrecht. Wenn allerdings der Hang zur Bildung von vornherein nicht da ist, nützen die Möglichkeiten nichts. Damit meine ich nicht unbedingt Herrn Petersen, der taucht ja nur sehr selten in der Öffentlichkeit auf. Aber wenn ich so manche Profis sehe, denke ich schon, dass man froh sein kann, wenn die von der Straße weg sind.
mats73 14.12.2017
5. Nicht der erforderliche Horizont
Wer ab der Grundschule nur Fußball als Beschäftigung kennt, mit spätestens 16 aus der Schule raus ist- in den Mühlen der Clubs /Internate profimäßig eingebunden ist - und auch vorher Schule nur als lästiges Beiwerk zum Fußball über sich ergehen hat lassen (ohne Einsatz, denn jeglicher Orgaaufwand wird einem ja abgenommen) hat doch überhaupt nicht den erforderlichen Horizont, um ein Themenfeld zu finden, in dem er sich fortbilden kann. Der Horizont ist Fußball, die Sozialen Kontakte beschränken sich i.d.R. auf Personen, der einziger Horizont Fußball ist. Bezeichnend, dass bis vor kurzem immer extra dazu gesagt wurde, wenn ein Spieler mal Abitur hat - kam ja nicht so häufig vor. Es ist richtig: Man kann sich fortbilden und Aktivitäten und in Kontakten Aktivitäten neben dem Sport den Horizont erweitern. Wenn man ehrlich ist, gelingt das aber nur ganz Wenigen wirklich. Umso bewundersnwerter diejenigen, die z.B. dem Trainer Magath trotzen, wenn der einen jungen Spieler auffordert, die Schule für den Fußball vorzeitig zu verlassen, oder diejenigen, die es tatsächlich schaffen ein Studium durchzuziehen.
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