Sieg gegen Mönchengladbach Freiburger Erfolg nach denkwürdigem Elfmeter

Der Höhenflug von Borussia Mönchengladbach ist gestoppt, der SC Freiburg klettert auf Platz acht. Die Gastgeber haben dabei einen historischen Bundesliga-Bestwert nur um zwei Sekunden verpasst.

Nils Petersen (Mitte)
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Nils Petersen (Mitte)


Der SC Freiburg hat durch das 3:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Erfolg nach zuletzt drei sieglosen Spielen erzielen können. Die Führung durch Nils Petersen (1. Minute) hatte Gladbachs Thorgan Hazard in der 20. Minute ausgeglichen. Beide Treffer fielen per Foulelfmeter. In der 57. Minute erzielte Luca Waldschmidt das 2:1 für den SC, der in der Nachspielzeit noch durch Lucas Höler auf 3:1 erhöhte. Für die Gäste war es erst die zweite Saisonniederlage nach dem 2:4 in Berlin am vierten Spieltag. Die Gladbacher bleiben mit 17 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, während sich die Freiburger (12 Punkte) vorerst auf den achten Rang vorschieben.

Kaum hatte Schiedsrichter Robert Hartmann die Partie angepfiffen, zeigte er schon auf den Punkt: Freiburgs Waldschmidt hatte sich gegen Matthias Ginter durchgesetzt und war vom herausstürzenden Gladbacher Torhüter Yann Sommer von den Beinen geholt worden. Strafstoß nach zehn Sekunden - in 55 Jahren Bundesliga gab es nur im Februar 2015 bei der Partie Paderborn gegen den Hamburger SV einen noch schnelleren Elfmeter. Damals wurde der HSV-Spieler Marcell Jansen nach bereits acht Sekunden im gegnerischen Strafraum gefoult.

Luca Waldschmidt (l.) und Yann Sommer (r.)
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Luca Waldschmidt (l.) und Yann Sommer (r.)

Den fälligen Elfmeter im Freiburger Schwarzwald-Stadion verwandelte Petersen (1. Minute). Die Gäste aus Mönchengladbach zeigten sich keineswegs geschockt und kamen direkt zur Ausgleichschance. In der 7. Minute traf Nico Elvedi nach einem Eckball nur den Pfosten des Freiburger Tores. Lohn des Gladbacher Drucks war der nächste Elfmeterpfiff von Hartmann: Stindl reagierte an der Strafraumkante schneller als sein Gegenspieler Dominique Heintz, der ihn zu Fall brachte. Klare Sache und keine Proteste der Gastgeber. Hazard verwandelte sicher - das fünfte Saisontor des Belgiers.

Gladbach passiv, Freiburg kontert

Zu Beginn der zweiten Hälfte agierten die Gäste zu passiv und wurden prompt bestraft: Nach einem Ballverlust von Stindl konterten die Freiburger über die rechte Angriffsseite. Janik Haberer passte von dort aus in die Mitte, wo Waldschmidt im Rücken der Abwehr Richtung linker Pfosten abzog und zum 2:1 traf (57.). In der 72. Minute die Möglichkeit zum 3:1, doch der eingewechselte Roland Sallai verpasste eine Hereingabe von Waldschmidt nur um Zentimeter. Den Endstand stellte in der Nachspielzeit der eingewechselte Höler her, der ins verwaiste Tor der Gäste traf (90.+3).

Beide Teams absolvieren ihre nächsten Partien in der 2. Runde des DFB-Pokals. Der SC Freiburg tritt am kommenden Mittwoch bei Holstein Kiel an, Borussia Mönchengladbach empfängt Bayer Leverkusen (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:1)
1:0 Petersen (1. Foulelfmeter)
1:1 Hazard (20. Foulelfmeter)
2:1 Waldschmidt (57.)
3:1 Höler (90.+3)
Freiburg: Schwolow - Kübler, Gulde, Heintz, Günther - Haberer (89. Höler), Koch, Höfler, Frantz (70. Sallai) - Waldschmidt (90.+2 Lienhart), Petersen
Mönchengladbach: Sommer - Lang (79. Traoré), Ginter, Elvedi, Wendt - Zakaria, Strobl (65. Neuhaus), Hofmann - Hazard, Plea (46. Herrmann) - Stindl
Schiedsrichter: Robert Hartmann
Gelbe Karten: Frantz / Zakaria
Zuschauer: 24.500 (ausverkauft)

mfu



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
skeptikerjörg 26.10.2018
1. Zwiespältig
Für die Freiburger freut es mich. Sie sind so ziemlich der sympathischste Verein in der BL: Aus wenig unheimlich viel machen, keine Skandale, keine Trainerschleuder, gute Jugendarbeit. Für die BL allerdings bedauere ich, dass M'gladbach nicht mit oben dran bleiben kann.
lalito 27.10.2018
2. Christian Streich
Er zieht den Hut vor den Spielern, die Fans vor diesen UND ihm. Kaderschmiede der Bundesliga, läuft!
aurichter 27.10.2018
3. Woher
kam Waldschmidt nochmal? Erstaunlich dass in anderen Vereinen aussortierte Spieler gerade bei Freiburg so richtig durchstarten. Gutes Spiel und gerechtes Ergebnis. B-MG war zu behäbig.
spon1899 27.10.2018
4.
Ich gönne Freiburg das, aber leider bedeutet das, dass Bayern vor rückt. Hoffentlich bleiben Dortmund und Werder stabil.
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