Fußball-Bundesliga Huntelaar köpft Schalke auf Platz drei

Klaas-Jan Huntelaar hat einen Lauf: Der Niederländer erzielte gegen Leverkusen bereits seine Saisontore 21 und 22 und schoss Schalke 04 damit auf Tabellenplatz drei. Bayer tat sich gegen starke Gastgeber schwer, Torhüter Bernd Leno verhinderte eine deutliche höhere Niederlage.

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Hamburg - Schalke 04 hat am 27. Spieltag seinen 18. Saisonsieg gefeiert und Borussia Mönchengladbach in der Tabelle überholt. Der neue Dritte setzte sich 2:0 (1:0) gegen den Tabellenfünften Bayer Leverkusen durch, Klaas-Jan Huntelaar mit seinem 21. und 22. Ligatreffer war einmal mehr der Matchwinner für S04. Gladbach hatte zuvor gegen Hoffenheim gepatzt (1:2).

Die erste gute Chance der Partie hatte Schalkes Lewis Holtby, doch anders als in der Vorwoche gegen Kaiserslautern traf der Mittelfeldspieler diesmal nicht in, sondern neben das Tor (10.). Kurz darauf scheiterte auch Jermaine Jones mit einem Kopfball (12.). Bis dahin hatte der Gast das Spiel dominiert, erst in der Folge wurde Schalke stärker.

Bei seinem Tor bewies Huntelaar exzellentes Kopfballspiel, als er die perfekte Flanke von Linksverteidiger Christian Fuchs ins lange Eck drückte. Auf der anderen Seite sorgte Jefferson Farfan immer wieder für Druck und war von seinen Gegenspielern kaum zu halten. Holtby hatte noch in der ersten Hälfte zweimal die Chance zu erhöhen, zögerte aber einmal zu lange (20.) und war dann zu uneigennützig, als er querlegte statt selbst zu schießen (32.).

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Grafische Analyse: Schalker Flügelzange zwingt Bayer in die Knie
Fast im Minutentakt kamen die Schalker gefährlich an den Leverkusener Strafraum, die Bayer-Abwehr wirkte oft überfordert und unsortiert. Für den harmlosen Angriff brachte Bayer-Trainer Robin Dutt in Eren Derdiyok einen zweiten Stürmer. Doch es lief weiter wenig zusammen.

Nach Wiederanpfiff hatte Leverkusen durch Kapitän Simon Rolfes die erste Chance, Timo Hildebrandt im S04-Tor lenkte den Distanzschuss über die Latte (47.). Noch weniger Mühe hatte der Keeper mit Rolfes unplatzierten Schuss drei Minuten später. Bei Schalke lief weiter fast jeder Angriff über Farfan oder Julian Draxler, Huntelaar aber kam zunächst nicht mehr zum Abschluss. Dagegen hatte Raúl die Chance, nach einer Fuchs-Flanke zu erhöhen, köpfte aber über die Latte (63.). Auf der Gegenseite zielte auch André Schürrle freistehend deutlich zu hoch (65.).

Dann folgte der große Auftritt von Bernd Leno. Der Bayer-Keeper verkürzte gegen Raúl gut den Winkel und wurde vom Spanier aus kurzer Distanz im Gesicht getroffen. Kurzzeitig angeschlagen parierte der 20-Jährige wenige Sekunden später gegen Huntelaar, Draxler setzte den Nachschuss über das Tor (66.). Schalke schaltete danach einen Gang zurück, ließ Leverkusen mehr Platz. Fuchs' Distanzschuss war eine der wenigen zu Ende gespielten Offensivaktionen der Gastgeber in der Schlussphase (80.).

Erneut von der Leverkusener Abwehr alleingelassen, köpfte Huntelaar zum Endstand ein (86.), die Vorarbeit kam vom überragenden Farfan.

Schalke 04 - Bayer Leverkusen 2:0 (1:0)
1:0 Huntelaar (18.)
2:0 Huntelaar (86.)
Schalke: Hildebrand - Uchida, Papadopoulos, Matip, Christian Fuchs - Jones, Holtby (86. Höger) - Farfá (87. Pukki), Raul, Draxler (76. Obasi) - Huntelaar
Leverkusen: Leno - Da Costa (28. Derdiyok), Schwaab, Toprak, Kadlec (65. Oczipka) - Reinartz, Rolfes - Castro, Renato Augusto - Schürrle (71. Barnetta), Kießling
Schiedsrichter: Aytekin
Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Jones (9) - Kadlec (2), Toprak (4)

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KnoKo 24.03.2012
1. Tickt der noch sauber?
Rolfes ist nach seiner brutalen Ellbogenattacke gegen Draxler ganz klar ein Fall für das DFB-Sportgericht.
louplex 24.03.2012
2.
Zitat von KnoKoRolfes ist nach seiner brutalen Ellbogenattacke gegen Draxler ganz klar ein Fall für das DFB-Sportgericht.
Das habe ich anfangs auch gedacht, auch nach den Zeitlupen. Wenn man sich aber überlegt, dass Rolfes einer der fairsten Spieler der Liga ist und in dieser Situation überhaupt keinen Grund für einen Ausraster hat, glaube ich eher, dass dies keine absichtliche Aktion war. Schauen Sie noch mal genau hin. Beim Zweikampf um den Ball versucht man sich als Gegenspieler immer vor den anderen zu schieben und den Arm vor seinem Körper zu haben, um den Gegner vom Ball abzuschirmen. Rolfes hat versucht, seinen Arm vor Draxler zu bekommen, um ihn dann ein bisschen zu schieben und zu bremsen. Das ist eigentlich Fußballalltag und sowas sehen wir in jedem Spiel mehrfach. Hier hat er dann mit dieser hektischen Armbewegung Draxler mit dem Ellenbogen am Kopf getroffen. Auch wenn es durch die schlagartige Bewegung wirklich ziemlich nach Absicht aussieht, gehe ich davon aus, dass es nur eine unglückliche Aktion war... im Grunde ein taktisches Foul (sperren), das schief gegangen ist.
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