Schalke 04 Böhmes letzte Chance


München - Die Zukunft von Nationalspieler Jörg Böhme beim FC Schalke 04 wird sich bis zum Jahresende entscheiden. "Es wird ein Abschlussgespräch mit Böhme am Ende des Jahres geben. Das ist seine allerletzte Chance. Er muss begreifen, dass zum Profi-Dasein auch außerhalb des Platzes eine profihafte Einstellung gehört. Wenn er das nicht begreift, gibt es für Jörg Böhme keine Zukunft mehr beim FC Schalke 04", stellte Manager Rudi Assauer am Sonntag in der DSF-Sendung "Doppelpass" unmissverständlich klar. Laut Assauer hängt es von der Unterredung ab, ob Böhme beim Bundesligisten bis zum Vertragsende am 30. Juni 2003 oder sogar darüber hinaus bleiben darf.

Mehrfach in dieser Saison hatte Assauer dem 28-Jährigen, der bei Schalke zum Nationalspieler reifte, unprofessionelles Verhalten vorgeworfen. Zwischenzeitlich war Böhme sogar suspendiert worden. "Böhme ist ein positiv Verrückter, ein Bekloppter. Er hat uns in den vergangenen zwei Jahren unheimlich geholfen und entscheidende Tore für uns geschossen. Aber er muss auch das Kleingedruckte im Vertrag lesen. Da stehen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten drin", sagte Assauer, der Böhmes Verpflichtung 2000 als "Harakiri-Spiel" bezeichnete, weil ihn damals keiner mehr haben wollte.

"Bis vor vier, fünf Monaten" sei alles gut gegangen. Aber er habe Böhme fast täglich an seine Pflichten als Profi erinnern müssen. "Und irgendwann ist das Fass einfach übergelaufen und es geht nicht mehr", so Assauer. Ein Rauswurf des Linksfußes ist ebenso möglich wie eine einvernehmliche Lösung oder eine Vertragsverlängerung.



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