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Neuer Schalke-Trainer Di Matteo "Ziel ist weiterhin die Champions League"

Schalke steht auf Platz 11 - muss aber unter die ersten Vier, wenn es in der Champions League mitmachen will. Für den neuen Trainer Roberto Di Matteo kein unrealistisches Ziel. Es brauche nur "ein bisschen Arbeit."

Hamburg - Der FC Schalke 04 ist nur Tabellenelfter. Dennoch soll am Ende der Saison der erneute Einzug in die europäische Königsklasse stehen. "Zielsetzung des Vereins ist weiterhin die Champions League", sagte Roberto Di Matteo bei seiner Vorstellung. Die Schalker hatten ihn am Vortag für den freigestellen Jens Keller zum neuen Trainer ernannt.

Um dieses Ziel zu erreichen, will Di Matteo vor allem die Abwehr stabilisieren. "Es ist eine gute Mannschaft, die nach vorne viel Potenzial hat, aber in der Defensive einige Probleme", sagte der 44 Jahre alte Coach. An der defensiven Organisation müsse er ein "bisschen arbeiten", sagte Di Matteo und räumte ein: "Ich habe viel Arbeit vor mir, damit wir aus dieser kleinen Krise rauskommen."

Der ehemalige italienische Nationalspieler sieht sich als ideale Besetzung für den Trainerposten bei den Gelsenkirchenern: "Ich weiß, wie ich mit den Spielern umgehen muss." Dass der Trainersessel auf Schalke in der Vergangenheit oft einem Schleudersitz glich, beunruhigt ihn nach eigenen Angaben nicht: "Ich bin seit 24 Jahren im Fußballgeschäft. Ich habe in der Schweiz, in England und jetzt auch in Deutschland gearbeitet. Ich habe die Erfahrung, um damit umzugehen", sagte Di Matteo, der in seiner aktiven Zeit unter anderem für den FC Zürich, Lazio Rom und den FC Chelsea aktiv war.

Als Trainer arbeite Di Matteo für MK Dons, West Bromwich Albion und den FC Chelsea. Die Londoner führte er 2012 als Interimstrainer zum Erfolg in der Champions League durch den Finalsieg gegen den FC Bayern in München.

Nach seiner Entlassung beim FC Chelsea nahm sich Di Matteo eine rund zweijährige Pause, ehe er das Engagement auf Schalke einging. "Ich habe gewartet, bis sich eine Situation geboten hat, wo ich wieder einsteigen kann", sagte Di Matteo. Die Zwischenzeit hat er nach eigener Aussage zur Weiterbildung genutzt. "Ich habe viel Fußball geschaut und Kurse besucht", berichtete er.

Auf die Frage, wie er das unruhige Schalker Umfeld bändigen wolle, sagte der neue Coach: "Das hat in 100 Jahren noch niemand geschafft. Man kann das Umfeld nicht bändigen. Man muss damit umgehen."

buc/dpa