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Schalke 04 Keller muss gehen - Di Matteo übernimmt

Der FC Schalke 04 hat Konsequenzen aus dem durchwachsenen Saisonstart gezogen und sich von Trainer Jens Keller getrennt. Der Verein hat einen entsprechenden Medienbericht bestätigt. Kellers Nachfolger heißt Roberto Di Matteo.

Hamburg - Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat sich von seinem Trainer Jens Keller getrennt. Das berichtete der Sportnachrichtensender "Sky Sport News HD". Der Klub hat die Meldung inzwischen bestätigt. Kellers Nachfolger wird der Italiener Roberto Di Matteo. Der 44-Jährige gewann 2012 die Champions League mit dem FC Chelsea. Di Matteo erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 und wird am Mittwoch vorgestellt, hieß es in einer Mitteilung.

Spekulationen über eine Trennung von Keller kursierten seit der 1:2-Pleite der Gelsenkirchener am vergangenen Samstag bei 1899 Hoffenheim. "Es war in den vergangenen Partien ein Auf und Ab. Es fehlte die Konstanz. Das ist frustrierend", hatte Manager Horst Heldt jüngst gesagt.

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Trainer Keller auf Schalke: Auf und ab, immer wieder

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Insgesamt kommt Schalke nach den ersten zehn Pflichtspielen der Saison erst auf zwei Siege, steht in der Bundesliga-Tabelle nur auf Rang elf. Außerdem ist der Klub bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden und in der Champions League nach den ersten beiden Begegnungen noch ohne Erfolg (1:1 gegen Chelsea, 1:1 gegen NK Maribor).

"Die Leistungen der Mannschaft in den vergangenen Wochen sind immer wieder starken Schwankungen unterlegen gewesen. Auch positive Ansätze wie die sieben Punkte aus der englischen Woche mit dem i-Tüpfelchen des Derbysiegs haben leider keine nachhaltige Wirkung gezeigt", sagte Sportvorstand Heldt nun: "Es fehlt die notwendige Konstanz, um unsere gesteckten sportlichen Ziele zu erreichen. Daher haben wir uns dazu entschieden, einen Schnitt zu vollziehen."

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Fußball-Bundesliga: Trainerwechsel auf Schalke

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Kellers Rauswurf, der im Dezember 2012 als Cheftrainer der "Königsblauen" angefangen hatte, ist die zweite Trainer-Entlassung in der Saison. Als erster Coach hatte Mirko Slomka seinen Posten beim Hamburger SV räumen müssen.

Unter Keller spielte Schalke in der Saison 2013/2014 die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte, trotzdem kehrte unter dem ehemaligen Profi selten Ruhe ein. Kellers Vertrag war im Mai 2013 um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2014/2015 verlängert worden.

chp/sid