Streit um Boatengs Knie Heldt ist sauer auf Hitzfeld

Schalkes Sportvorstand Horst Heldt hat den Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld angegriffen. Dieser hatte behauptet, Zugang Kevin-Prince Boateng sei bereits mit Knieproblemen zu den Königsblauen gewechselt.
Schalke-Sportchef Heldt: "Schade und enttäuschend"

Schalke-Sportchef Heldt: "Schade und enttäuschend"

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Hamburg - Schalkes Sportchef Horst Heldt hat den Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld nach dessen Aussagen über den Gesundheitszustand von Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng attackiert.

"Ich weiß nicht, was Ottmar Hitzfeld aus der Ferne bewegt, so etwas zu behaupten. Das ist schade und enttäuschend", sagte Heldt der "Bild"-Zeitung. Hitzfeld hatte beim TV-Sender Sky den Verdacht geäußert, dass der für zehn Millionen Euro zu Schalke gewechselte Kevin-Prince Boateng "angeschlagen war, als er gekommen ist. Dass man ihn dadurch überhaupt erst bekommen hat".

Heldt sagte nun, es sei für ihn nicht nachvollziehbar, dass Hitzfeld über Dinge spreche, "die er nicht beurteilen kann. Fakt ist: Kevin-Prince Boateng war bis auf zwei Spiele immer dabei. Und er hat auch in Italien in den vergangenen beiden Spielzeiten fast alle Partien absolviert".

Hitzfeld, langjähriger Erfolgstrainer von Bayern München und Borussia Dortmund, sagte: "Ich habe von einem italienischen Agenten, der Milan (Boatengs Ex-Club AC Mailand, d. Red.) nahe steht, die Information bekommen, dass Boateng schon bei Milan diverse Probleme mit dem Knie hatte", sagte der 64-Jährige.

Boateng hatte zuletzt wegen Knieproblemen eine Trainingspause einlegen müssen und selbst erklärt: "Das linke Knie ist meine Schwachstelle." Mittlerweile trainiert er wieder mit der Mannschaft: "Die Woche Training wird mir gut tun. Ich will am Samstag in Berlin 90 Minuten spielen."

bka/sid/dpa
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