Vorwurf der Körperverletzung Schiedsrichter Stark zeigt Hertha-Profi an

Das Skandalspiel zwischen Düsseldorf und Hertha BSC sorgt weiter für Wirbel: Schiedsrichter Wolfgang Stark hat nun einen Profi von Hertha BSC wegen Körperverletzung angezeigt - für die Bundesliga ist das beispiellos. Um wen es sich handelt, will die Polizei aber nicht bestätigen.
Schiedsrichter Stark (Mitte): Anzeige wegen Körperverletzung

Schiedsrichter Stark (Mitte): Anzeige wegen Körperverletzung

Foto: Thomas Starke/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Nach den Vorfällen beim Skandalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC hat Schiedsrichter Wolfgang Stark Anzeige wegen Körperverletzung gegen einen Berliner Spieler gestellt. "Ja, es stimmt", sagte der Düsseldorfer Polizeisprecher Andreas Czogalla. "Es hat eine Strafanzeige gegen einen Herthaner Spieler gegeben." Um welchen Spieler es sich genau handelt, sagte Czogalla nicht. Die Polizei untersucht nun die Anzeige, danach wird sie an die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft übergeben. Über den Vorgang hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Zuvor hatte es Meldungen gegeben, nach denen der Berliner Lewan Kobiaschwili Stark nach Spielschluss in den Nacken geschlagen haben soll. Darüber hinaus sollen Thomas Kraft, Christian Lell und Andre Mijatovic den Schiedsrichter beleidigt haben. Der DFB-Kontrollausschuss hat bereits Ermittlungen gegen die vier Hertha-Spieler eingeleitet. Die Vorgänge rund um die Partie könnten auch für einen Fortunen Folgen haben: Andreas Lambertz hat nach dem Abpfiff im Innenraum ein bengalisches Feuer gehalten.

Anhänger der Fortuna hatten am Dienstagabend vor dem Ablauf der Nachspielzeit den Platz gestürmt. Nach einer 20-minütigen Unterbrechung ließ Schiedsrichter Stark noch einmal für rund zwei Minuten spielen. Die Partie endete 2:2, was den Aufstieg für Düsseldorf bedeuten würde.

Doch Hertha BSC Berlin hat mittlerweile Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Über den Einspruch wird das DFB-Sportgericht am Freitag verhandeln. Die mündliche Verhandlung beginnt um 13.30 Uhr.

jar/dpa
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