Lob für den Fifa-Boss Putin schlägt Blatter für den Nobelpreis vor

Joseph Blatter hat nicht mehr viele Freunde, aber auf Wladimir Putin kann er sich verlassen. Der russische Präsident findet, der Fifa-Chef habe sogar einen Nobelpreis verdient.
Verbündete Blatter und Putin: Der Kreml-Chef stützt den Fifa-Boss.

Verbündete Blatter und Putin: Der Kreml-Chef stützt den Fifa-Boss.

Foto: Marcus Brandt/ dpa

Erst am Wochenende zeigte sich Russlands Präsident Wladimir Putin während der Auslosung für die WM-Qualifikation 2018 demonstrativ an der Seite von Fifa-Boss Joseph Blatter. Nun hat der Kreml-Chef in einem TV-Interview noch einmal bekräftigt, dass kein Blatt zwischen die beiden passt.

Während fast die ganze Welt Blatter nach den Korruptionsenthüllungen durch die US-Justiz wie einen Aussätzigen behandelt, schlägt Putin seinen Freund sogar für höchste Ehren vor. "Ich meine, Menschen wie Herr Blatter oder die Leiter anderer internationaler Sportorganisationen oder der Olympischen Spiele sollten besondere Anerkennung erfahren. Wenn es jemanden gibt, der den Nobelpreis verdient, dann sind es diese Leute", sagte der russische Staatschef dem Schweizer Sender RTS.

Ihm sei die aktuelle Diskussion um die Person Blatter zwar sehr wohl bekannt. Er könne aber den Vorwürfen, Blatter persönlich sei in Korruption verwickelt, keinen Glauben schenken, sagte Putin.

Ende Mai waren hochrangige Fifa-Funktionäre wegen des Verdachts der Annahme von mehr als 100 Millionen Dollar Bestechungsgeld festgenommen worden. Inzwischen wird laut FBI-Kreisen auch geprüft, ob bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 an Putins Russland und 2022 an Katar alles mit rechten Dingen zuging.

syd/Reuters
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