Serie A Ronaldo rettet Juventus in Unterzahl

Eigentlich spielt Juventus in der Serie A in seiner eigenen Liga. Doch bei Atalanta hätte Italiens Rekordmeister beinahe seine erste Saisonniederlage erlitten. Dann wurde Cristiano Ronaldo eingewechselt.

Cristiano Ronaldo
AFP

Cristiano Ronaldo


Juventus hat in Unterzahl ein Unentschieden bei Atalanta gerettet und so seine erste Niederlage in dieser Serie-A-Saison verhindert. Beim 2:2 (1:1) war es der eingewechselte Cristiano Ronaldo, der Juve vor einer Pleite bewahrte.

Der Portugiese wurde in der 65. Minute für Sami Khedira eingewechselt, 13 Minuten später traf er nach einem Eckball per Kopf zum Endstand. Für Ronaldo, der erstmals seit seinem Wechsel von Real Madrid nach Turin nicht in der Startelf gestanden hatte, war es der zwölfte Ligatreffer im 18. Einsatz.

Zum Zeitpunkt des Treffers spielte Juventus in Unterzahl - und bis dahin nicht so gut wie sonst. Rodrigo Bentancur hatte in der 53. Minute beim Stand von 1:1 Gelb-Rot gesehen. Kurz darauf brachte Atalantas Duván Zapata die Gastgeber in Führung (56. Minute). Zapata hatte zuvor bereits das erste Tor für Bergamo erzielt (24.) und damit das Eigentor von Berat Djimsiti aus der zweiten Minute ausgeglichen. Die vergangenen acht Atalanta-Treffer gingen damit alle auf Zapatas Konto.

Atalanta gab mehr Schüsse ab als Juventus (17:12), brachte mehr aufs gegnerische Tor (6:2), kam häufiger aus dem Strafraum heraus zum Abschluss (13:6), hatte knapp mehr Ballbesitz - und am Ende doch Glück, nicht sogar noch verloren zu haben. In der Nachspielzeit erwischte Mario Mandzukic in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig; kurz darauf traf Leonardo Bonucci zwar zum 3:2, der Treffer wurde aber aberkannt, weil der Verteidiger im Abseits stand.

Spektakuläre Schlussphase bei Inter vs. Napoli

Mit 16 Siegen aus 18 Spielen (zwei Remis) bleibt Juventus Tabellenführer - und hat seinen Vorsprung auf Verfolger Napoli sogar auf neun Punkte ausgebaut. Denn die SSC unterlag am Abend bei Inter 0:1 (0:0).

Im Topspiel des Tages begegneten sich Napoli und Inter lange auf Augenhöhe. In der Schlussphase entschied sich die Partie. In der 81. Minute sah SSC-Verteidiger Kalidou Koulibaly binnen Sekunden Gelb (wegen eines Fouls) und Gelb-Rot (wegen höhnischen Applauses für den Schiedsrichter). Trotz der Unterzahl hätten Lorenzo Insigne und Piotr Zielinski beinahe für Napolis Führung gesorgt, doch sie scheiterten an Inter-Keeper Samir Handanovic und Verteidiger Kwadwo Asamoah, der auf der Torlinie rettete (jeweils 89.).

Fast im Gegenzug traf der eingewechselte Lautaro Martínez für Inter (90.+1). Der Schlusspunkt war ein zweiter Platzverweis gegen Napoli, diesmal traf es Insigne (90.+4). Inter hat als Dritter seinen Rückstand auf Neapel auf fünf Punkte verkürzt.

Eine erneute Enttäuschung erlebte die AC Mailand. Trotz klar größerer Spielanteile und 25 Schüssen kamen die Rossoneri nicht über ein 0:0 beim Tabellenvorletzten Frosinone hinaus. Milan bleibt damit seit vier Spielen ohne Sieg und eigenes Tor und ist Sechster hinter Lazio und Sampdoria; der Rückstand auf Juventus beträgt 22 Punkte. Für Frosinone war es der erst zehnte Punkt der Saison.

mon/dpa



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