Gomez-Tor gegen Rom Endlich wieder geliebt

Mario Gomez trifft wieder - innerhalb weniger Tage gleich dreimal für den AC Florenz. Die italienischen Zeitungen danken es dem 29-Jährigen, doch für diesen dürfte das Lob des Trainers wichtiger sein.

Stürmer Gomez: Ein Tor fürs Glücklichsein
DPA

Stürmer Gomez: Ein Tor fürs Glücklichsein


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Für die italienischen Zeitungen hat das Tor-Comeback von Mario Gomez einen ganz einfachen Grund: den Besuch der Bundeskanzlerin in Florenz in der vergangenen Woche. "Nach dem Doppelpack im italienischen Pokal und dem Segen von Angela Merkel kommt der Panzer wieder in Bewegung und zeigt eine gute Leistung", schreibt die "Gazzetta dello Sport". Gomez, mittlerweile 29, hatte zuvor innerhalb von vier Tagen dreimal für den AC Florenz getroffen.

Gomez zeigte am Sonntag, dass der Doppelpack im Pokal gegen Atalanta Bergamo im Achtelfinale der Coppa Italia am vergangenen Mittwoch kein Zufall war. Zwar reichte es gegen den AS Rom nur zu einem 1:1 (1:0), doch für Gomez war das zweitrangig. Die zuletzt so ungnädigen italienischen Zeitungen loben den Stürmer plötzlich wieder in den Himmel: "Mario hat Bitterkeit, Kritik und Polemik hinnehmen müssen. Jetzt hat sich das Tor für Super Mario wieder geöffnet. Er ist wieder zurück", schrieb etwa die "Gazzetta".

Und die römische Tageszeitung "La Repubblica" freute sich: "Es ist schön, wieder das Lächeln von Mario Gomez zu sehen, ein verschwundener Held, der jetzt mit seinem zweiten Meisterschaftstor wieder zurück ist." Der "Corrierre dello Sport" urteilte: "Mario ist wieder da. Er ist auf jedem Niveau gut und bestätigt, dass er er ein absolut wichtiger Spieler für seine Mannschaft ist."

Versöhnung mit dem Trainer

Viel wichtiger als die freundlichen Worte der Journalisten dürfte für Gomez allerdings das Lob seines Trainers Vincenzo Montella sein, mit dem er in der jüngsten Vergangenheit nicht das beste Verhältnis hatte. "Gomez wächst immer mehr, doch er kann noch Besseres leisten. Für uns ist ein offensiver Spieler mit seinen Eigenschaften von wesentlicher Bedeutung", sagte der Coach.

Das hatte vor zwei Wochen noch ganz anders geklungen: "Ich erwarte mehr von ihm. Er ist ein wichtiger Spieler. Die Fans sind ihm nahe. Er erlebt eine psychologische Blockade, denn er ist nicht der Spieler, der in der Vergangenheit bewundert wurde", hatte Montella gesagt. Gomez' Berater Ulrich Ferber hatte den Trainer für diese Aussagen heftig kritisiert, woraufhin dieser zurückruderte - er habe Gomez und die Mannschaft nur "wachrütteln wollen".

Offenbar ist ihm das gelungen, Gomez scheint sich aus dem gröbsten Tief befreit zu haben. Angesichts seiner immer besseren Form in Florenz könnte der Mittelstürmer sogar wieder ein Kandidat für Bundestrainer Joachim Löw sein, hatte dieser doch immer wieder betont, dass er auch in Zukunft auf die Torjäger-Qualitäten von "Super Mario" zählt.

psk/sid

insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
karlbe 26.01.2015
1. Was eigentlich hat...
Kloses Berater zu Mario Gomez zu sagen?
nummer50 26.01.2015
2. Freut mich
Mich freut es für den Mario Gomez wenn er wieder in Form kommt. Es gibt nicht viele deutsche Spieler, die ungerechter behandelt werden wie er.
ar11 26.01.2015
3.
Gomez war und ist immer der beste Stürmer Deutschland. Er hatte zwar ein Tief, aber wenn er in Form ist, dann trifft er wie er will.
pitipas 27.01.2015
4. Weiter so, Mario!
Dass die italienische Presse in der einen Woche schwärmerisch, in der anderen Woche vernichtend von einem Stürmer sprechen kann, wusste Gomez schon beim Antritt in Florenz. Schlimmer ist das, was in Deutschland eben nicht nur die Presse, sondern insbesondere das Heer an Pseudo-Experten aus bzw. mit ihm gemacht hat. Mario hatte immer Torriecher, der in Deutschlans seinesgleichen sucht - und noch dazu einen ausgesprochenen höflichen und sympathischen Charakter. Ich freue mich über jedes seiner Tore. Also weiter so, Mario!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.