Serie A Juventus trennt sich von Pirlo und holt Ex-Coach Allegri zurück

Ohne jede Trainererfahrung wurde Andrea Pirlo vor einem Jahr Coach bei Juventus. Nach einer Saison ohne Meistertitel steht fest: Das Experiment ist gescheitert. Dafür übernimmt ein alter Bekannter.
Andrea Pirlo

Andrea Pirlo

Foto: ALBERTO LINGRIA / AP

Der italienische Rekordmeister Juventus hat sich von seinem Trainer Andrea Pirlo getrennt. Der 42-Jährige hatte den Klub erst vor der abgelaufenen Saison übernommen. Es war die erste Trainerstation Pirlos, der als Profi mit Juventus viermal den Titel in der Serie A geholt hatte und 2006 mit dem Nationalteam Weltmeister geworden war.

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Das Experiment mit der Klublegende ging allerdings nicht auf: Nach neun Titeln in Folge ging die Meisterschaft 2021 an Inter Mailand. Juventus wurde mit 13 Punkten Rückstand nur Vierter und qualifizierte sich nur mit Mühe für die kommende Champions-League-Saison. Für Pirlo kam das Aus in der Königsklasse bereits im Achtelfinale, dort unterlag der zweimalige Titelträger Außenseiter FC Porto. Im italienischen Pokal gewann er dank eines Finalerfolgs gegen Atalanta den Titel. Zu wenig für einen Klub mit Ansprüchen, die vergleichbar sind mit denen des FC Bayern in Deutschland.

Am Nachmittag stellte Juventus Pirlos Nachfolger vor: Massimiliano Allegri. Der 53-Jährige hatte den Klub von 2015 bis 2019 zu fünf Meistertiteln in Folge geführt und war seitdem ohne Traineramt. Allegri ist, was das Trainerprofil betrifft, eine Art Gegenentwurf zu Pirlo: Als Spieler schaffte er es nicht ganz nach oben, er blieb ohne Länderspiel; als Coach kann er jedoch viel Erfahrung vorweisen. Seit bald 20 Jahren ist er im Trainergeschäft, arbeitete vor seiner ersten Amtszeit in Turin unter anderem bei der AC Mailand. Juventus führte er 2015 und 2017 ins Endspiel der Champions League, unterlag dort aber Barcelona und Real Madrid.

mfu/mon