Glückloser Stürmer Florenz-Trainer erwartet mehr von Gomez

Mario Gomez in der Kritik: Der Trainer seines Klubs AC Florenz hat jetzt deutliche Kritik an dem seit Wochen erfolglosen Stürmer geübt. Von dem Nationalspieler müsse in den nächsten Partien mehr kommen.

Nationalspieler Gomez: "Er macht alles falsch"
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Nationalspieler Gomez: "Er macht alles falsch"


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Hamburg - Trotz des 4:3-Sieges seines Klubs AC Florenz gegen US Palermo gerät der erfolglose deutsche Fußballnationalstürmer Mario Gomez in seiner Mannschaft zunehmend unter Druck. Der eigene Trainer Vincenzo Montella kritisierte seinen Schützling offen.

"Ich erwarte mehr von ihm. Er ist ein wichtiger Spieler. Die Fans sind ihm nahe. Er erlebt eine psychologische Blockade, denn er ist nicht der Spieler, der in der Vergangenheit bewundert wurde", sagte der italienische Coach. Montella scheint offensichtlich die Geduld mit seinem Starstürmer verloren zu haben. Er deutete dabei sogar das mögliche Karriereende des Torjägers an.

"Als ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr auf dem Niveau spielen konnte, das meine Karriere gekennzeichnet hat, habe ich aufgegeben, auch wenn ich noch ein Jahr Vertrag vor mir hatte. Ich habe begriffen, dass mein Abenteuer mit dem Fußball zu Ende war", formulierte Montella.

Auch die italienischen Sportzeitungen sparen am Wochenende nicht mit Kritik an Gomez. "Gomez ist nur das Phantom des Stürmers, der er einst war. Gomez' Krise hat ein absolut besorgniserregendes Niveau erreicht. Er rennt, kämpft, aber er macht fast alles falsch", schrieb der "Corriere dello Sport".

Kritisch zeigte sich auch "Gazzetta dello Sport": "Gomez kämpft eine Stunde lang mit großem Elan, doch dann erlischt er. So geht es nicht. Fiorentina kann nur hoffen, dass die Durststrecke von Super Mario zu Ende ist", konstatierte das Blatt.

"Gomez ist für AC Florenz zum Problemfall geworden", kommentierte "Corriere della Sera". "Gomez ist nicht mehr Gomez, und das beginnt, ein ernsthaftes Problem für AC Florenz zu werden. Doch der Sieg gegen Palermo löscht das Feuer, denn mit vier Toren kann man sich auch einen Stürmer in der Krise leisten", schrieb die römische Tageszeitung "La Repubblica".

aha/sid



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Seite 1
rolli 12.01.2015
1.
Ich kenne Mario Gomez seit seiner Jugend als Fussballspieler beim VFB Stuttgart. Er war immer ein verwöhnter Bursche, der den Tritt in den Arsch braucht. Sein damaliger Trainer Ralf Rangnick hat ihn des Öfteren auf die Bank gesetzt um ihn anzuspornen und wenn es sein musste, dann auch auf die Tribüne. Gomez ist kein Torjäger im eigentlichen Sinne, dazu fehlen ihm die fussballerischen Mittel. Er lebte ganz von seinen Mitspielern, und wenn das nicht der Fall ist, dann ist er nur Mittelmass. rolli
AndreHa 12.01.2015
2.
Irgendwie begleitet diese Erwartung den Mario seine ganze Karriere. Und es gibt kaum ein Verein, bei dem die Erwartungen letzthin erfüllt wurden. Vielleicht 2007 beim VfB, aber gleich danach auch nicht mehr. Nationalmannschaft ganz zu schweigen.
compiler 12.01.2015
3.
Zitat von rolliIch kenne Mario Gomez seit seiner Jugend als Fussballspieler beim VFB Stuttgart. Er war immer ein verwöhnter Bursche, der den Tritt in den Arsch braucht. Sein damaliger Trainer Ralf Rangnick hat ihn des Öfteren auf die Bank gesetzt um ihn anzuspornen und wenn es sein musste, dann auch auf die Tribüne. Gomez ist kein Torjäger im eigentlichen Sinne, dazu fehlen ihm die fussballerischen Mittel. Er lebte ganz von seinen Mitspielern, und wenn das nicht der Fall ist, dann ist er nur Mittelmass. rolli
Ist das nicht genau die Definition eines Torjägers? Auch ein Gerd Müller war sicherlich nicht der technisch Hochbegabteste.
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