Sex-Affäre Sieben Spieler des FC Thun vor Gericht

Abschluss der polizeilichen Untersuchung: Sieben aktuelle oder frühere Fußball-Profis des Schweizer Erstligisten FC Thun müssen sich vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, sexuellen Kontakt mit einer 15-Jährigen gehabt zu haben.

Bern - Die Polizei des Kantons Bern teilte heute mit, dass mindestens zehn Personen wegen sexueller Handlungen mit einem 15-jährigen Mädchen der Prozess gemacht werden soll. Ursprünglich war gegen 21 Personen ermittelt worden.

Die Angeklagten stehen unter dem Verdacht sexuellen Kontakt mit einer zur Tatzeit 15-Jährigen gehabt zu haben. Offenbar war dies größtenteils mit Einverständnis des Mädchens erfolgt, die zur Fan-Szene des FC Thun gehört. Ein Spieler hat inzwischen eine Geldstrafe akzeptiert und zugegeben, dass Mädchen geküsst zu haben.

Der Sex-Skandal hatte die Schweizer Fußball-Liga (SFL) in der vergangenen Woche dazu veranlasst, einen Verhaltenskodex für Fußballprofis einzuführen. Darin wird in zehn Regeln das Verhalten für Bereiche wie Doping und Drogen über Sportwetten und Rassismus bis hin zum Straßenverkehr festgehalten.

fpf/sid