Ex-BVB-Profi Kagawa löst Vertrag in Griechenland auf »Entschuldigung, dass ich eure Erwartungen nicht erfüllen konnte«

Anfang des Jahres wechselte Shinji Kagawa nach Griechenland, doch seine Zeit endet abrupt: Der einstige BVB-Held und sein Klub haben die Zusammenarbeit beendet. Nun wandte er sich an die Paok-Fans.
Shinji Kagawa, hier im japanischen Nationaltrikot

Shinji Kagawa, hier im japanischen Nationaltrikot

Foto: Atsushi Tomura/ Getty Images

Der frühere BVB-Spieler Shinji Kagawa hat sich nach seiner Vertragsauflösung beim griechischen Fußballklub Paok Thessaloniki bei den Fans entschuldigt. »Liebe Paok-Fans, -Spieler und -Verantwortliche. Ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich eure Erwartungen nicht erfüllen konnte. Ich schätze eure Unterstützung. Beste Wünsche und danke euch«, schrieb der ehemalige japanische Nationalspieler auf Instagram.

Am Wochenende hatte Paok die Vertragsauflösung mit dem 32-Jährigen verkündet. »Danke, Shinji«, hieß es in einer wenige Zeilen umfassenden Mitteilung auf der Klubwebsite . Paok und Spieler hätten sich in gegenseitigem Einvernehmen geeinigt.

Einst Klopps Schlüsselspieler

Kagawa gilt als Schlüsselspieler jener Dortmunder Mannschaft, die unter Trainer Jürgen Klopp den FC Bayern hinter sich ließ. Die Borussia wurde 2011 und 2012 Meister, gewann 2012 auch den Pokal, im Endspiel schlug sie die Bayern 5:2, Kagawa gelangen ein Tor und eine Vorlage.

Der offensive Mittelfeldspieler glänzte mit Pässen, war torgefährlich, und er galt als Klopps wichtigster Mann im Pressing und Gegenpressing, dem koordinierten Balljagen also, das das Fundament jener BVB-Erfolge war. Dass größere Klubs als Dortmund Interesse an Kagawa entwickelten, war daher kein Wunder. Im Sommer 2012 wechselte er für angeblich rund 15 Millionen Euro zu Manchester United. Finanziell war der Transfer für die Borussia ein exzellentes Geschäft, 2010 hatte sie Kagawa für nur 350.000 Euro von Cerezo Osaka verpflichtet.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nur: In England konnte der Japaner nicht an den Topleistungen aus Dortmunder Zeiten anknüpfen. Eigentlich gelang ihm das nie wieder. Zwei Jahre blieb Kagawa in Manchester, dann kehrte er zum BVB zurück. Es folgte eine Ausleihe an Beşiktaş, 2019 verließ er Dortmund und wechselte in die zweite spanische Liga zu Real Saragossa. Dort lösten Spieler und Klub nach einem Jahr den Vertrag auf, es folgte die Suche nach einem neuen Klub, er wurde bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf gehandelt, unterschrieb schließlich in Griechenland. Das war im Januar dieses Jahres.

Seither kam Kagawa bei Paok bloß auf zwölf Einsätze, in denen ihm null Tore und eine Vorlage gelangen.

Man wünsche Kagawa »viel Glück für seine weitere Karriere«, hieß es in der Paok-Mitteilung. Ob Kagawa sie auch tatsächlich fortsetzt, ist unklar.

mon/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.